Laut Sansec tarnt sich die eingeschleuste Schadlast (analytics-reports[.]com/wss/jquery-lib.js) als gefälschtes Skript von Google Tag Manager beziehungsweise Google Analytics. Tatsächlich öffnet es eine WebSocket-Verbindung zu einer externen Adresse (wss://protect-wss[.]com/ws).

Der eigentliche Angriff setzt am Checkout-Endpunkt an: Weil dieser ungeschützt und öffentlich erreichbar ist, können Angreifer ohne Authentifizierung die globalen Plugin-Einstellungen manipulieren. Über die Einstellung „External Scripts“ schleusen sie beliebigen JavaScript-Code ein, der anschließend bei jedem Aufruf einer Bezahlseite ausgeführt wird.

Von dem durch die Angreifer kontrollierten Server wird nach Angaben von Sansec ein angepasster Kreditkarten-Skimmer ausgeliefert, der die eingegebenen Zahlungsdaten abgreift. Solche Skimmer ermöglichen es Tätern, betrügerische Online-Einkäufe zu tätigen; die gestohlenen Datensätze werden häufig einzeln oder im Paket auf Darknet-Portalen gehandelt, die als Carding-Märkte bekannt sind.

FunnelKit hat die Schwachstelle mit der Version 3.15.0.3 von Funnel Builder geschlossen. In einer Sicherheitsmitteilung, die Sansec vorlag, bestätigt der Anbieter die schädliche Aktivität: Man habe ein Problem festgestellt, das es Angreifern erlaubt habe, Skripte einzuschleusen.

Der Anbieter rät Website-Betreibern und Administratoren, vorrangig über das WordPress-Dashboard auf die neueste Version zu aktualisieren. Zusätzlich sollten sie unter „Settings > Checkout > External Scripts“ prüfen, ob dort von Angreifern eingefügte, unerwünschte Skripte hinterlegt wurden.