Den größten Erfolg des zweiten Tages verbuchte Cheng-Da Tsai, auch bekannt als Orange Tsai, vom DEVCORE Research Team. Er verkettete drei Schwachstellen, um auf Microsoft Exchange Code mit SYSTEM-Rechten aus der Ferne auszuführen, und erhielt dafür 200.000 US-Dollar.
Weitere Teilnehmer waren am selben Tag erfolgreich: Siyeon Wi nutzte einen Integer-Overflow-Fehler aus, um Windows 11 zu kompromittieren, und erhielt 7.500 US-Dollar. Ben Koo vom Team DDOS verschaffte sich auf Red Hat Enterprise Linux for Workstations Root-Rechte und verdiente 10.000 US-Dollar. 0xDACA und Noam Trobishi setzten eine Use-after-free-Schwachstelle ein, um das NVIDIA Container Toolkit anzugreifen.
In der KI-Kategorie hackte Le Duc Anh Vu von Viettel Cyber Security den KI-Coding-Agenten Cursor und erhielt dafür 30.000 US-Dollar. Sina Kheirkhah vom Summoning Team führte einen Zero-Day in OpenAI Codex vor (20.000 US-Dollar), und Compass Security nutzte ebenfalls Cursor aus (15.000 US-Dollar).
Bereits am ersten Tag hatte Orange Tsai 175.000 US-Dollar verdient, indem er vier Logikfehler zu einem Sandbox-Ausbruch aus Microsoft Edge verkettete. Valentina Palmiotti (chompie) von IBM X-Force Offensive Research erhielt 20.000 US-Dollar für das Erlangen von Root-Rechten auf Red Hat Linux for Workstations sowie 50.000 US-Dollar für einen Zero-Day im NVIDIA Container Toolkit.
Windows 11 wurde am ersten Tag zudem dreimal kompromittiert – durch Angelboy und TwinkleStar03 (im Rahmen des DEVCORE Internship Program), durch Kentaro Kawane von GMO Cybersecurity sowie durch Marcin Wiązowski. Jeder von ihnen erhielt 30.000 US-Dollar für neue Zero-Days zur Rechteausweitung.
Am dritten Tag von Pwn2Own nehmen die Teilnehmer Microsoft Windows 11, VMware ESXi, Red Hat Enterprise Linux, Microsoft SharePoint sowie mehrere KI-Coding-Agenten ins Visier. Zum Vergleich: Beim Wettbewerb des Vorjahres in Berlin schüttete die Zero Day Initiative von TrendMicro 1.078.750 US-Dollar für 29 Zero-Day-Schwachstellen aus, wobei es auch zu einigen Mehrfachfunden derselben Lücke kam.
