Das fehlerhafte Update KB5089549 scheitert ausschließlich auf Geräten mit knappem Speicher auf der EFI-Systempartition. Laut Microsoft tritt das Problem besonders dann auf, wenn nur noch 10 MB oder weniger freier Speicher verfügbar sind. Die Installation durchläuft die ersten Phasen, bricht dann aber während des Neustarts bei rund 35 bis 36 Prozent ab und wird automatisch zurückgesetzt.
Betroffene Nutzer erhalten dabei die Meldung „Etwas ist nicht wie geplant verlaufen. Änderungen werden rückgängig gemacht." Zusätzlich können Protokolleinträge auftauchen, die auf den unzureichenden freien Speicher auf der ESP hinweisen.
Als vorläufige Abhilfe verweist Microsoft auf den Known Issue Rollback, eine Windows-Funktion, die fehlerhafte, über Windows Update ausgelieferte Updates rückgängig macht. In von IT-Abteilungen verwalteten Umgebungen, in denen die Updateverteilung zentral gesteuert wird, müssen Administratoren das Problem manuell beheben.
„Sie müssen die Gruppenrichtlinie für Ihre Windows-Version installieren und konfigurieren, um dieses Problem zu lösen", erklärte Microsoft. Außerdem sei ein Neustart der betroffenen Geräte nötig, damit die Einstellung wirksam wird. Die Gruppenrichtlinie deaktiviere die auslösende Änderung vorübergehend. Weitere Hinweise zum Einsatz und zur Konfiguration der entsprechenden Gruppenrichtlinien stellt Microsoft auf seiner Support-Website bereit.
Das kumulative Update KB5089549 hatte Microsoft kürzlich veröffentlicht, zusammen mit Dutzenden weiteren Fehlerkorrekturen, Sicherheitspatches und Verbesserungen. Darunter befand sich auch die Behebung eines anderen bekannten Problems, durch das einige Windows-11-Systeme nach der Installation der Sicherheitsupdates vom April 2026 in die BitLocker-Wiederherstellung starteten.
In diesem Monat hatte Microsoft zudem einen Fehler in Windows Autopatch behoben, durch den per Administratorrichtlinie eingeschränkte Treiberupdates auf einigen Autopatch-verwalteten Windows-Geräten in der Europäischen Union dennoch ausgerollt wurden. Außerdem bestätigte das Unternehmen, dass die Sicherheitsupdates vom April 2026 zu Ausfällen bei Backup-Anwendungen von Drittanbietern führten, die einen anfälligen Treiber nutzen.
