Die Installation des Updates bricht bereits während des Neustartvorgangs ab – typischerweise bei etwa 35 bis 36 Prozent Fortschritt. Betroffene Nutzer sehen die Fehlermeldung “Etwas ist schiefgelaufen. Änderungen werden rückgängig gemacht.” Betroffene Systeme zeigen in ihren Protokolldateien explizit auf unzureichenden Speicherplatz auf der EFI-Partition hin.
Microsoft hat zwei unmittelbare Lösungsansätze bereitgestellt: Erstens können private Nutzer und Kleinunternehmen auf die “Known Issue Rollback”-Funktion (KIR) setzen, eine Windows-Sicherheitsfunktion, die fehlerhafte Updates automatisch zurückfährt. Zweitens können IT-Administratoren in verwalteten Umgebungen via Gruppenrichtlinien einen Workaround implementieren, der das problematische Update vorübergehend deaktiviert. Microsoft betont dabei: Die Gruppenrichtlinie muss installiert und konfiguriert werden, danach ist ein Neustart erforderlich.
Das Update KB5089549 wurde letzte Woche zusammen mit dutzenden weiteren Bugfixes und Sicherheitspatches veröffentlicht. Parallel bekämpft Microsoft derzeit mehrere weitere Probleme: Ein April-Update (KB5083769) zerstört Backupsoftware von Drittanbietern, ein anderes verursacht BitLocker-Recovery-Fehler. Zusätzlich sorgte ein Windows-Autopatch-Bug im April dafür, dass administrativ eingeschränkte Treiber-Updates auf verwalteten Geräten in der EU trotzdem ausgespielt wurden.
Für deutsche Organisationen ist die Situation problematisch: Sie müssen Updates zeitnah einspielen, sehen sich aber mit technischen Hürden konfrontiert, die eine sofortige Installation unmöglich machen. IT-Administratoren sollten vor der Bereitstellung von KB5089549 ESP-Speicherplatz überprüfen und ggf. Bereinigungen durchführen. Microsoft wird die dauerhafte Lösung voraussichtlich in einem kommenden Update bereitstellen.
