Die Phobos-Operation trat erstmals 2019 in Erscheinung und nahm nach Angaben der Ermittler weltweit mehr als 1.000 Organisationen ins Visier. Die Cyberkriminellen sollen dabei über 16 Millionen US-Dollar an Lösegeldzahlungen erbeutet haben.

Das US-Justizministerium gab das Schuldbekenntnis bekannt. Ptitsyn bekannte sich der Verschwörung zum Überweisungsbetrug schuldig, für die ihm bis zu 20 Jahre Haft drohen. Der Termin für die Strafzumessung wurde auf den 15. Juli festgelegt.

Nach Darstellung der Behörden war Ptitsyn seit mindestens November 2020 in das Phobos-Schema eingebunden und unterstützte den Verkauf, die Verbreitung und den Betrieb der Ransomware. Er war demnach Teil des Administrationsteams, das den Partnern Schadsoftware und Infrastruktur anbot, mit denen diese ihre Opfer angreifen und Lösegeldzahlungen eintreiben konnten.

Behörden in den Vereinigten Staaten und in Europa sind in den vergangenen Jahren wiederholt gegen die Phobos-Operation vorgegangen und meldeten die Abschaltung von Infrastruktur sowie Festnahmen. Die jüngste Festnahme wurde in diesem Monat bekannt: Die Polizei in Polen nahm einen 47-jährigen Mann fest, der mutmaßlich als Phobos-Partner verdächtigt wird.