Während Microsoft noch an einer Lösung arbeitet, können Administratoren das Problem vorübergehend umgehen. Dazu steht das Verfahren Known Issue Rollback (KIR) bereit, eine Windows-Funktion, die über Windows Update ausgelieferte fehlerhafte Updates rückgängig macht. Administratoren müssen dafür die passende Gruppenrichtlinie für ihre jeweilige Windows-Version installieren und konfigurieren sowie die betroffenen Geräte neu starten, damit die Einstellung wirksam wird.

Weitere Hinweise zur Bereitstellung und Konfiguration der KIR-Gruppenrichtlinien stellt Microsoft auf seiner Support-Website bereit. Das Unternehmen betont, dass der Fehler nicht auf die Geräteintegrität zurückgeht, sondern allein den Download-Vorgang über die Windows-Update-Seite in den Einstellungen betrifft.

Solche Update-Pannen sind in den vergangenen Jahren mehrfach aufgetreten. Im April 2025 behob Microsoft einen Fehler, der Unternehmenskunden daran hinderte, die Sicherheitsupdates jenes Monats über die Windows Server Update Services (WSUS) zu installieren. Ein nahezu identisches Problem korrigierte das Unternehmen im August 2025: Damals scheiterte das kumulative Update für Windows 11 24H2 mit dem Fehlercode 0x80240069, wenn es über WSUS verteilt wurde.

Zuletzt veröffentlichte Microsoft eine weitere KIR-Korrektur für ein bekanntes Problem, durch das das Sicherheitsupdate für Windows 11 vom Mai 2026 (KB5089549) auf einigen Systemen nicht installiert werden konnte und den Fehlercode 0x800f0922 auslöste.