Nach Angaben des FBI gingen beim Internet Crime Complaint Center (IC3) im Jahr 2025 mehr als 13.400 Beschwerden ein, in denen der Einsatz von Krypto-Kiosken eine Rolle spielte. Die gemeldeten Schäden lagen bei über 388 Millionen Dollar. Das entspricht einem Anstieg der Beschwerden um 23 Prozent und der Verluste um 58 Prozent gegenüber 2024.
Mehr als die Hälfte der Beschwerden betraf nach Darstellung der Behörde Personen über 50 Jahren, bei denen sich die Schäden auf über 302 Millionen Dollar beliefen. In typischen Fällen geben die Täter den Betroffenen detaillierte Anweisungen: wie sie Bargeld von ihrer Bank abheben, wo sie einen Kiosk finden und wie sie über das Gerät Geld einzahlen und versenden.
Aus den vom FBI geteilten Beschwerdedaten und bereinigten Schadenssummen geht hervor, dass US-Bürger aus Texas, Florida und Kalifornien über 3.300 Beschwerden zu Betrug an Krypto-Geldautomaten einreichten und geschätzte Schäden von mehr als 112 Millionen Dollar meldeten.
Auf gesetzgeberischer Ebene haben mehrere Bundesstaaten reagiert: In diesem Monat untersagten Abgeordnete in Minnesota den Betrieb von Krypto-Kiosken landesweit, nachdem Indiana im März und Tennessee im April ähnliche Schritte unternommen hatten.
Das FBI nennt mehrere Schutzmaßnahmen: kein Geld an Personen senden, die man nur aus dem Internet kennt; niemals QR-Codes scannen oder Zahlungsanweisungen von Unbekannten befolgen; Anrufe stets direkt überprüfen; keine persönlichen Daten am Telefon weitergeben. Vorsicht sei zudem geboten, wenn sich jemand als Vertreter einer Behörde oder Strafverfolgung ausgibt und Zahlungen in Kryptowährung verlangt. Warnt ein Kiosk-Betreiber vor Betrug, solle die Transaktion abgebrochen werden; Belege für Krypto-Transaktionen seien aufzubewahren.
Im weiteren Kontext verweist das FBI auf seinen Internet Crime Report 2025: Über das IC3 gingen im vergangenen Jahr mehr als eine Million Beschwerden ein, die mit Schäden von nahezu 21 Milliarden Dollar durch internetgestützte Straftaten verbunden waren – darunter Anlagebetrug, falscher technischer Support und Betrug mit kompromittierten Geschäfts-E-Mails.
