SchwachstellenCloud-Sicherheit

Microsoft Teams auf macOS: Ständige Standort-Anfragen nach Sicherheitsupdate

Microsoft Teams auf macOS: Ständige Standort-Anfragen nach Sicherheitsupdate
Zusammenfassung

Microsoft-Teams-Nutzer auf macOS-Systemen berichten seit Mitte Mai über ein lästiges Problem: Die Collaboration-App zeigt wiederholt Anfragen zur Standortfreigabe an, die sich nicht mehr dauerhaft abweisen lassen. Microsoft hat das Problem inzwischen bestätigt und macht eine aktuelle macOS-Sicherheitsaktualisierung dafür verantwortlich, die die Speicherung von Berechtigungseinstellungen bei Teams blockiert. Betroffene Nutzer müssen die Erlaubnis-Dialoge dutzende Male bestätigen, obwohl sie bereits mit „Nicht Zulassen" geantwortet haben. Besonders in Deutschland, wo Datenschutz und Privatsphäre hohe Priorität genießen, könnte diese Sicherheitslücke auf Kritik stoßen. Für Unternehmen und Behörden, die Teams als Kommunikationsmittel nutzen, bedeutet dies eine potenzielle Produktivitätseinbuße und Benutzerfrustration. Während Microsoft zusammen mit Apple an einer Lösung arbeitet, empfiehlt das Unternehmen betroffenen Nutzern als Workaround, die Standortberechtigung manuell in den macOS-Einstellungen zu aktivieren. Unklar bleibt noch, wie viele Nutzer tatsächlich betroffen sind und welche Regionen das Problem verstärkt trifft.

Microsoft hat unter der Incident-Nummer TM1315837 offiziell bestätigt, dass Microsoft Teams auf macOS-Systemen seit dem 11. Mai 2026 mit hartnäckigen, nicht abzustellenden Standort-Anfragen kämpft. Betroffene Nutzer berichten, dass die Dialoge zur Standortfreigabe kontinuierlich zurückkehren – teilweise nach bis zu zwanzig aufeinanderfolgenden Klicks auf “Don’t Allow”.

Als Verursacher hat Microsoft ein kürzliches macOS-Sicherheitsupdate identifiziert, das die Speicherung von Berechtigungseinstellungen für Standortzugriff verändert hat. “Wir haben festgestellt, dass ein jüngstes macOS-Sicherheitsupdate die Standort-Berechtigungsauswahl für Teams nicht wie erwartet speichert, was zu wiederholten Anfragen führt”, erklärte der Konzern. Das Problem betrifft ausschließlich Teams-Nutzer auf Mac, die Standortzugriff in ihren Teams-Einstellungen aktiviert haben.

Microsoft arbeitet derzeit auf zwei Ebenen an einer Lösung: Zum einen koordiniert sich das Unternehmen mit Apple, um die Ursachen der Änderung besser zu verstehen. Parallel dazu entwickelt Microsoft einen potenziellen Fix innerhalb der Teams-Anwendung selbst, um die wiederholten Anfragen zu reduzieren.

Für betroffene Nutzer hat Microsoft einen Workaround veröffentlicht: Über die Systemeinstellungen (System Settings > Privacy & Security > Location Services) können Benutzer “Microsoft Teams” und “Microsoft Teams ModuleHost” manuell aktivieren und deaktivieren sowie anschließend die gewünschten Einstellungen neu konfigurieren. Allerdings erfordert dieser Prozess regelmäßige Wiederholung, bis ein permanenter Fix verfügbar ist.

Microsoft hat die Incident-Klassifizierung als “Advisory” eingestuft – eine Bezeichnung für Service-Probleme mit begrenztem Umfang und Auswirkungen. Das Unternehmen hat bislang nicht mitgeteilt, wie viele Benutzer weltweit betroffen sind oder ob bestimmte Regionen stärker impaktiert werden.

Dieses Incident reiht sich in eine Serie aktueller Microsoft-Probleme ein: In den vergangenen Wochen musste der Konzern mehrere Fehler in Teams beheben, darunter Chatting- und Calling-Funktionsstörungen bei Teams-Free-Nutzern sowie Probleme beim Beitreten zu Meetings aufgrund von Browser-Updates. Für Unternehmen, die Teams als zentrale Kommunikationsplattform nutzen, verdeutlicht dies die Notwendigkeit regelmäßiger Überwachung von System- und Anwendungsupdates sowie die Importance von alternativen Kommunikationswegen bei kritischen Diensten.