Microsoft hat unter der Incident-Nummer TM1315837 offiziell bestätigt, dass Microsoft Teams auf macOS-Systemen seit dem 11. Mai 2026 mit hartnäckigen, nicht abzustellenden Standort-Anfragen kämpft. Betroffene Nutzer berichten, dass die Dialoge zur Standortfreigabe kontinuierlich zurückkehren – teilweise nach bis zu zwanzig aufeinanderfolgenden Klicks auf “Don’t Allow”.
Als Verursacher hat Microsoft ein kürzliches macOS-Sicherheitsupdate identifiziert, das die Speicherung von Berechtigungseinstellungen für Standortzugriff verändert hat. “Wir haben festgestellt, dass ein jüngstes macOS-Sicherheitsupdate die Standort-Berechtigungsauswahl für Teams nicht wie erwartet speichert, was zu wiederholten Anfragen führt”, erklärte der Konzern. Das Problem betrifft ausschließlich Teams-Nutzer auf Mac, die Standortzugriff in ihren Teams-Einstellungen aktiviert haben.
Microsoft arbeitet derzeit auf zwei Ebenen an einer Lösung: Zum einen koordiniert sich das Unternehmen mit Apple, um die Ursachen der Änderung besser zu verstehen. Parallel dazu entwickelt Microsoft einen potenziellen Fix innerhalb der Teams-Anwendung selbst, um die wiederholten Anfragen zu reduzieren.
Für betroffene Nutzer hat Microsoft einen Workaround veröffentlicht: Über die Systemeinstellungen (System Settings > Privacy & Security > Location Services) können Benutzer “Microsoft Teams” und “Microsoft Teams ModuleHost” manuell aktivieren und deaktivieren sowie anschließend die gewünschten Einstellungen neu konfigurieren. Allerdings erfordert dieser Prozess regelmäßige Wiederholung, bis ein permanenter Fix verfügbar ist.
Microsoft hat die Incident-Klassifizierung als “Advisory” eingestuft – eine Bezeichnung für Service-Probleme mit begrenztem Umfang und Auswirkungen. Das Unternehmen hat bislang nicht mitgeteilt, wie viele Benutzer weltweit betroffen sind oder ob bestimmte Regionen stärker impaktiert werden.
Dieses Incident reiht sich in eine Serie aktueller Microsoft-Probleme ein: In den vergangenen Wochen musste der Konzern mehrere Fehler in Teams beheben, darunter Chatting- und Calling-Funktionsstörungen bei Teams-Free-Nutzern sowie Probleme beim Beitreten zu Meetings aufgrund von Browser-Updates. Für Unternehmen, die Teams als zentrale Kommunikationsplattform nutzen, verdeutlicht dies die Notwendigkeit regelmäßiger Überwachung von System- und Anwendungsupdates sowie die Importance von alternativen Kommunikationswegen bei kritischen Diensten.
