LexisNexis hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt, nachdem Hacker mutmaßlich aus den Systemen des Unternehmens gestohlene Daten geleakt hatten. Der Anbieter von Rechts- und Risikolösungen betont jedoch, die Auswirkungen seien begrenzt. Die Angreifer hatten den Einbruch auf einem Cybercrime-Forum publik gemacht und erklärten dabei, sie hätten zunächst vergeblich versucht, das Unternehmen zu erpressen.
Vertreter von LexisNexis Legal & Professional teilten gegenüber Medien mit, die Angreifer hätten zwar Zugang zu einigen Servern erlangt, die betroffenen Systeme hätten aber überwiegend veraltete und ausgemusterte Daten aus der Zeit vor 2020 gespeichert. Bestätigt ist die Kompromittierung von Kundennamen, Benutzer-IDs, geschäftlichen Kontaktdaten, den IP-Adressen von Teilnehmern an Kundenbefragungen sowie von Support-Tickets.
“LexisNexis Legal & Professional hat einen Sicherheitsvorfall untersucht, und auf Grundlage der bislang durchgeführten Untersuchungen und Tests gehen wir davon aus, dass der Vorfall eingedämmt ist”, erklärte das Unternehmen. Es gebe keine Hinweise auf eine Kompromittierung oder Beeinträchtigung der eigenen Produkte und Dienste.
Nach Darstellung der Hacker nutzten sie die Schwachstelle React2Shell sowie unzureichend abgesicherte AWS-Instanzen aus, um mehr als zwei Gigabyte an Daten abzugreifen. Der Angriff soll sich nach ihren Angaben kürzlich ereignet haben.
Die Täter behaupten, Millionen von Datensätzen erbeutet zu haben, darunter Daten von Unternehmenskonten, Zugangsdaten von Mitarbeitern, Geheimnisse aus der Softwareentwicklung sowie persönliche Informationen zu 400.000 Personen. Unter diesen seien mehr als 100 Personen mit .gov-E-Mail-Adressen. Zu den betroffenen persönlichen Daten zählen den Angreifern zufolge Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Tätigkeitsbezeichnungen.
Es ist nicht der erste derartige Vorfall bei LexisNexis in den vergangenen Jahren. LexisNexis Risk Solutions hatte im vergangenen Jahr bestätigt, dass bei einem Einbruch bei einem Drittanbieter im Jahr 2024 die Daten von mehr als 360.000 Personen gestohlen wurden.
