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Zurich übernimmt Beazley für 11 Milliarden Dollar und verstärkt Position im Cyberversicherungsmarkt

Zurich übernimmt Beazley für 11 Milliarden Dollar und verstärkt Position im Cyberversicherungsmarkt

Der Schweizer Versicherer Zurich erwirbt das britische Unternehmen Beazley für etwa 11 Milliarden Dollar und baut damit seine Marktposition in der Cyberversicherung massiv aus. Die Transaktion soll bis Mitte 2026 abgeschlossen werden.

Der Schweizer Versicherungsriese Zurich hat sich auf die Übernahme des britischen Cyberversicherers Beazley für rund 8,1 Milliarden Pfund (11 Milliarden Dollar) geeinigt und festigt damit seine Stellung am Markt für Cyberversicherungen erheblich.

Beazley bringt sein renommiertes Angebot “Full Spectrum Cyber” in das Geschäft ein, das umfassende Versicherungsdeckung mit hauseigenem Incident-Response und proaktiven Sicherheitsleistungen kombiniert. Dies soll Zurichs Spezialversicherungsportfolio erweitern und die Ambitionen stärken, ein globaler Marktführer im Bereich Cyber-Risikoschutz zu werden.

Die Fusion konzentriert sich auf Beazleys marktführende Position in der Cyberversicherung und deren starke Präsenz bei Lloyd’s of London. Zurich geht davon aus, dass das fusionierte Unternehmen jährlich etwa 15 Milliarden Dollar an Bruttoprämien in seinen Spezialsparten generieren wird. Darüber hinaus erwartet der Konzern durch die Transaktion jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 150 Millionen Dollar bis 2029 und Umsatzchancen von über einer Milliarde Dollar mittelfristig.

“Diese Ankündigung bekräftigt unsere gemeinsame Absicht, einen globalen Spezialversicherer mit 15 Milliarden Dollar Prämienvolumen aufzubauen – mit Beazley als Kernstück”, erklärte Adrian Cox, CEO von Beazley. “Wir werden ein führender Anbieter im Cyber-Bereich, ein Top-10-Akteur im US-Excess-and-Surplus-Lines-Markt und der Marktführer bei Lloyd’s sein.”

Beazley-Aktionäre erhalten 1.335 Pence je Aktie, was einer Prämie von knapp 60 Prozent gegenüber dem Kurs von Mitte Januar entspricht. Zurich hat bereits eine Kapitalerhöhung in Höhe von 5 Milliarden Dollar abgeschlossen. Die restliche Finanzierung setzt sich aus etwa 3 Milliarden Dollar bestehenden Mitteln und 2,9 Milliarden Dollar neuer Kreditfazilitäten zusammen.

Während die Vorstände beider Unternehmen bereits ihre Zustimmung gegeben haben, steht die Transaktion noch unter Vorbehalt der Genehmigung durch Aktionäre und Behörden. Die Fertigstellung wird für die zweite Hälfte 2026 erwartet.


Quelle: SecurityWeek