Mit der Übernahme von Beazley will Zurich seine Position im Markt für Cyberversicherungen deutlich stärken. Der Schweizer Konzern zahlt für den britischen Anbieter rund 8,1 Milliarden Pfund, umgerechnet etwa 11 Milliarden Dollar. Den Kern des Geschäfts bilden Beazleys führendes Cyberversicherungs-Geschäft und seine Präsenz am Versicherungsmarkt Lloyd’s of London.
Beazleys etabliertes Angebot “Full Spectrum Cyber” kombiniert umfassenden Versicherungsschutz mit hauseigener Reaktion auf Sicherheitsvorfälle und vorbeugenden Sicherheitsdiensten. Es soll Zurichs Spezialsparten ergänzen und den Anspruch des Konzerns untermauern, weltweit zu den führenden Anbietern beim Schutz vor Cyberrisiken zu gehören.
Zurich schätzt, dass das fusionierte Unternehmen jährlich rund 15 Milliarden Dollar an gebuchten Bruttoprämien im Spezialgeschäft erzielen wird. Zudem erwartet der Konzern durch die Transaktion ab 2029 jährliche Kosteneinsparungen von 150 Millionen Dollar sowie mittelfristig zusätzliche Umsatzchancen von über einer Milliarde Dollar.
“Die Ankündigung signalisiert unsere gemeinsame Absicht, einen globalen Spezialversicherer mit einem Volumen von 15 Milliarden US-Dollar aufzubauen – mit Beazley im Zentrum”, sagte Adrian Cox, CEO von Beazley. Das Unternehmen werde ein führender Anbieter im Cyberbereich, ein Teilnehmer der Top Ten im US-Markt für Excess and Surplus Lines und der führende Akteur bei Lloyd’s sein.
Nach den Bedingungen der Vereinbarung erhalten Beazley-Aktionäre 1.335 Pence je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von fast 60 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Unternehmens Mitte Januar, bevor die Angebotsfrist begann.
Zur Finanzierung des Kaufs hat Zurich eine Kapitalerhöhung über 5 Milliarden Dollar abgeschlossen. Den Rest deckt der Konzern über rund 3 Milliarden Dollar an vorhandenen liquiden Mitteln und 2,9 Milliarden Dollar an neuen Kreditfazilitäten.
Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben dem Geschäft zugestimmt. Die endgültige Zustimmung der Aktionäre und der Aufsichtsbehörden steht jedoch noch aus. Der Abschluss wird derzeit für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
