Der FBI-Bericht schlüsselt die gemeldeten Schäden nach Bundesstaaten auf. An der Spitze steht Texas mit 1.179 Meldungen und Verlusten von knapp 57 Millionen Dollar. Es folgt Florida mit 1.213 Meldungen und 32,7 Millionen Dollar. Kalifornien und Illinois meldeten jeweils mehr als 20 Millionen Dollar, während in Arizona, New Jersey, North Carolina, Pennsylvania, Tennessee, Kentucky, Michigan und Ohio jeweils Schäden im zweistelligen Millionenbereich verzeichnet wurden.
Das FBI weist darauf hin, dass die Daten Beschwerden umfassen, bei denen ein Kryptowährungs-Automat im Betrug genutzt wurde, aber auch andere Arten von Transaktionen enthalten können. Die Geräte stehen typischerweise in gewerblichen Räumen wie Tankstellen, Supermärkten und Einkaufszentren.
Bereits im vergangenen Jahr hatte das US-Finanzministerium gewarnt, dass Krypto-Geldautomaten zunehmend Teil von Cyberdiebstählen seien, bei denen Opfer dazu gedrängt würden, tausende Dollar im Rahmen vorgetäuschter Investmentangebote, falscher technischer Hilfsdienste oder Liebesbetrugsmaschen herzugeben. Die meisten dieser Maschen würden von chinesischen Banden aus Anlagen in Südostasien betrieben.
Mehrere Bundesstaaten gehen inzwischen gegen die Technik vor: Tennessee verbot Krypto-Geldautomaten kürzlich, Indiana untersagte sie bereits zuvor. Eine ähnliche Maßnahme in Minnesota passierte vor Kurzem den Senat und wartet auf die Abstimmung im Repräsentantenhaus.
Auch mehrere Generalstaatsanwälte haben Ermittlungen aufgenommen und stellen den Nutzen der Kioske infrage. In einer im Februar von Massachusetts eingereichten Klage gegen Bitcoin Depot, den weltweit größten Anbieter solcher Automaten, heißt es, dass von mehreren hundert kontaktierten Kunden mehr als 80 Prozent Opfer von Betrug geworden seien. Iowa verklagte Bitcoin Depot sowie den weiteren großen Anbieter CoinFlip, weil sie von Betrug profitiert haben sollen. Washington, D.C. ging gegen den Betreiber Athena vor und führt an, dass 93 Prozent von dessen Transaktionen im Bezirk in Verbindung mit Betrug standen.
Auch international gibt es Reaktionen: Neuseeland verbot im vergangenen Jahr sämtliche Krypto-Geldautomaten, und Australien brachte einen Gesetzentwurf auf den Weg, der Ausgabengrenzen und weitere Regeln zur Eindämmung von Betrug vorsieht.
