Erfasst werden vom Take It Down Act laut einer Mitteilung der Behörde Websites, Apps und Onlinedienste, die nutzergenerierte Inhalte zulassen oder regelmäßig ohne Einwilligung geteilte Intimaufnahmen veröffentlichen oder hosten. FTC-Vorsitzender Andrew Ferguson richtete die Schreiben an Alphabet, Amazon, Apple, Automattic, Bumble, Discord, Match Group, Meta, Microsoft, Pinterest, Reddit, SmugMug, Snapchat, TikTok und X.

„Wir sind bereit, die Einhaltung zu überwachen, Verstöße zu untersuchen und den Take It Down Act durchzusetzen“, erklärte Ferguson. Der Schutz von Schutzbedürftigen, besonders von Kindern, vor diesem schädlichen Missbrauch habe für die Behörde und die Regierung hohe Priorität.

In den Schreiben rät die FTC den Unternehmen, Hashing oder vergleichbare Techniken einzusetzen, damit Kopien der schädlichen Inhalte auf einen Schlag entfernt werden. Zudem sollten die Firmen ihre Hashes mit dem National Center for Missing and Exploited Children teilen, wenn Aufnahmen Minderjährige zeigen, und bei Bildern von Erwachsenen mit der Organisation StopNCII.org. Der Austausch zwischen Plattformen könne die weitere Verbreitung der Bilder eindämmen.

Darüber hinaus sollten die Unternehmen erwägen, einen „klaren und auffälligen Hinweis auf den TIDA“ auf ihrer Startseite und überall dort zu platzieren, wo Intimaufnahmen erscheinen könnten. Das Antragsverfahren solle einfach gestaltet sein, sodass Nutzer die Entfernung direkt aus dem betreffenden Foto oder Video heraus verlangen können. Außerdem müssen Plattformen es Betroffenen ermöglichen, den Stand der Löschung leicht zu verfolgen, indem sie jeder Anfrage eine „Identifikationsnummer“ zuweisen.

Die Durchsetzung des Take It Down Act erfolgt ein halbes Jahr, nachdem der Chatbot Grok von xAI begonnen hatte, millionenfach manipulierte Nacktbilder von Personen, darunter Kinder, zu veröffentlichen – was weltweit für Empörung sorgte und Vorschläge für neue Regulierung nach sich zog.