Die neue Finanzierungsrunde wurde von Thrive Capital angeführt. Zusätzliche Mittel kamen von Andreessen Horowitz, Abstract Ventures und Capital One Ventures. Insgesamt hat Socket damit 125 Millionen Dollar aufgenommen und wird nun mit einer Milliarde Dollar bewertet.
Das 2020 gegründete Unternehmen mit Sitz in Kalifornien hat eine Plattform entwickelt, die quelloffene Abhängigkeiten untersucht, um bösartiges Verhalten zu identifizieren, bevor es Produkte von Unternehmen beeinträchtigt. Dabei kommt eine KI-gestützte Analyse zum Einsatz, die durch menschliche Verifizierung ergänzt wird. Auf diese Weise sollen mögliche Kompromittierungen der Lieferkette erkannt, das Patchen von Schwachstellen anhand bestätigter Ausnutzung priorisiert und Risiken durch Abhängigkeiten behandelt werden.
Mit dem frischen Kapital will Socket seine kürzlich veröffentlichte Lösung Socket Firewall weiterentwickeln. Diese ist darauf ausgelegt, schädliche Pakete zu blockieren, bevor sie Entwicklungsumgebungen oder CI-Pipelines erreichen. Zudem sollen die zertifizierten Patches des Anbieters ausgebaut werden, mit denen ausgenutzte Schwachstellen behoben werden.
Darüber hinaus weitet das Unternehmen seinen Schutz auf Browser-Erweiterungen, Erweiterungen für Code-Editoren, KI-Werkzeuge und MCP-Server aus. Auch in die Entwicklung neuer Produkte will Socket investieren und plant, sein Team weiter zu vergrößern. Aktuell beschäftigt es rund 100 Mitarbeiter.
Gründer und CEO Feross Aboukhadijeh ordnet die Ausrichtung so ein: KI verändere die Art und Weise, wie Software auf allen Ebenen entstehe. Teams arbeiteten schneller, es werde mehr Code erzeugt, und ein größerer Teil dessen, was in der Produktion lande, stamme inzwischen von außerhalb des Unternehmens. Die Schwierigkeit bestehe darin, dieses Tempo zu halten, ohne den Überblick darüber zu verlieren, was tatsächlich ausgeliefert werde – und genau hier setze Socket an.
