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CISA warnt: Langflow und Trend Micro Apex One werden aktiv angegriffen

CISA warnt: Langflow und Trend Micro Apex One werden aktiv angegriffen
Zusammenfassung

Die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA hat zwei kritische Sicherheitslücken in die Liste der aktiv ausgebeuteten Schwachstellen aufgenommen: Eine in der Open-Source-Plattform Langflow und eine in Trend Micros Endpoint-Schutzlösung Apex One. Die Langflow-Schwachstelle CVE-2025-34291 kombiniert mehrere kritische Fehler und ermöglicht Angreifern nicht nur die Übernahme von Langflow-Instanzen, sondern auch den Zugriff auf sensible API-Schlüssel und Zugangstoken – mit potenziell verheerenden Folgen für alle integrierten Cloud- und SaaS-Dienste. Die iranische Hackergruppe MuddyWater nutzt diese Lücke bereits gezielt für Netzwerkinfiltration. Die zweite Schwachstelle in Apex One bedroht vor allem On-Premise-Installationen und erfordert bereits vorhandene Administratoranmeldedaten. Für deutsche Unternehmen und Behörden ist dies besonders relevant, da viele Organisationen Langflow für Workflow-Automatisierung und Trend Micro für Endpoint-Sicherheit einsetzen. Die CISA-Aufnahme in die KEV-Liste signalisiert unmittelbare Bedrohung und verpflichtet US-Behörden zu Patches bis Juni 2026. Deutsche IT-Abteilungen sollten unverzüglich ihre Systeme überprüfen und Sicherheitsupdates einspielen, um sich vor der aktiven Ausnutzung durch staatlich unterstützte Akteure zu schützen.

Die beiden Sicherheitslücken unterscheiden sich erheblich in ihren technischen Details und ihrem Bedrohungspotential. Die Langflow-Schwachstelle (CVE-2025-34291) wurde bereits im Dezember 2025 von Obsidian Security öffentlich analysiert. Sie kombiniert gleich drei kritische Mängel: eine zu permissive Cross-Origin Resource Sharing (CORS)-Konfiguration, das Fehlen von CSRF-Schutz und einen Code-Ausführungs-Endpunkt. Das Bedrohungspotential ist erheblich: Erfolgreiche Angriffe kompromittieren nicht nur die betroffene Langflow-Instanz, sondern legen auch alle im System gespeicherten Access-Token und API-Keys offen. Dies kann zu Kettenreaktionen führen und alle angebundenen Cloud- und SaaS-Services gefährden – ein klassisches Szenario von Lateral Movement in modernen Cloud-Architekturen.

Besonders beunruhigend ist die Attribution: Eine Analyse von Ctrl-Alt-Intel aus März 2026 belegt, dass die iranische Hackergruppe MuddyWater diese Lücke gezielt zum initialen Eindringen in Netzwerke nutzt. Dies deutet auf strukturierte, zielgerichtete Kampagnen hin – kein opportunistisches Hacking, sondern präzise Spionage. Deutsche Unternehmen mit Cloud-fokussierten Infrastrukturen sollten hier besondere Aufmerksamkeit walten lassen.

Die zweite Schwachstelle (CVE-2026-34926) in Trend Micro Apex One ist hingegen weniger kritisch, aber nicht zu unterschätzen. Sie betrifft nur die On-Premises-Version und erfordert bereits Administratoren-Zugang zum betroffenen Server – ein erheblich höheres Eintrittsbarometer. Trend Micro hat bestätigt, dass die Lücke bereits aktiv ausgenutzt wird. Für Unternehmen mit lokalen Apex-One-Installationen besteht somit ein mittleres Risiko, insbesondere wenn interne Sicherheitsmaßnahmen lückenlos sind.

Die CISA hat für US-Behörden eine Frist bis 4. Juni 2026 gesetzt, die Patches einzuspielen. Deutsche Organisationen sollten diesen Zeitrahmen als Orientierung nutzen, auch wenn hier nationale Regelungen der DSGVO und BSI-Vorgaben gelten. Eine rasche Patch-Installation ist dringend empfohlen.