Der Fehler betrifft eine eng umrissene Konstellation: Nur wenn der Servername genau 15 Zeichen umfasst, kommt es zu Problemen. Microsoft beschreibt den Ablauf konkret: „Nach der Installation dieses Updates kann die Domänencontroller-Erkennung auf Windows-Server-2016-Systemen fehlschlagen, wenn der Server-Hostname 15 Zeichen lang ist."
DCLocator-Aufrufe – etwa über den Befehl nltest /dsgetdc:<domain> /pdc – geben dann den Fehler ERROR_INVALID_PARAMETER zurück. Damit können weder Anwendungen noch administrative Werkzeuge einen Domänencontroller lokalisieren. Microsoft weist darauf hin, dass dadurch auch Verwaltungsvorgänge scheitern können, die auf eine solche Suche angewiesen sind, beispielsweise die Verwaltung von DFS-Namespaces.
Eine Lösung steht bislang aus. Nach Angaben des Unternehmens läuft die Untersuchung noch, ein Zeitplan für die Behebung wurde nicht genannt.
Das Problem reiht sich in eine Serie jüngerer Update-Pannen ein. So bestätigte Microsoft zuletzt fehlschlagende Windows-Updates nach Installation der optionalen Vorschau-Updates vom Januar 2026 in eingeschränkten Netzwerkumgebungen sowie Probleme bei der Bereitstellung von Sicherheitsupdates unter Windows 11 wegen unzureichendem freien Speicherplatz auf der EFI-Systempartition (ESP).
Kürzlich warnte das Unternehmen zudem, dass einige Windows-Server-2025-Geräte in die BitLocker-Wiederherstellung booten könnten, und veröffentlichte außerplanmäßige Notfall-Updates gegen einen Fehler, der Windows-Server-Systeme mit Domänencontroller-Rolle in eine Neustartschleife zwang.
Im April behob Microsoft schließlich einen Fehler, der Windows-Server seit September 2024 plagte: Geräte mit Windows Server 2019 und Windows Server 2022 führten ein „unerwartetes" Upgrade auf Windows Server 2025 durch.
