Laut Aussagen der Cyberkriminellen gelang ihnen der Zugriff auf 7-Elevens Salesforce-Umgebung und ermöglichte die Exfiltration von über 600.000 Datensätzen mit Unternehmens- und persönlich identifizierbaren Informationen. Nach Verweigerung der Lösegeldzahlung durch 7-Eleven veröffentlichte ShinyHunters ein 9,4-Gigabyte-Archiv mit gestohlenen Dokumenten auf ihrer Dark-Web-Leak-Seite. Have I Been Pwned konnte aus dem veröffentlichten Material 185.300 eindeutige E-Mail-Adressen identifizieren, ergänzt um Namen, Adressen, Geburtsdaten und Telefonnummern. Bei einem kleineren Teil der Datensätze waren zusätzliche Informationsfelder expositioniert. 7-Eleven bestätigte, dass der Angriff sich auf “bestimmte Systeme zur Speicherung von Franchisee-Dokumenten” beschränkt habe – eine Aussage, die mit den veröffentlichten Daten konsistent ist.
Die ShinyHunters-Gruppe hat sich bereits als Serientäter bei Salesforce-Angriffen etabliert. In den vergangenen zwölf Monaten erbeutete die Bande nach eigenen Angaben Millionen von Datensätzen durch die “Salesforce Aura”-Anschlagsserie und die “Salesloft Drift”-Kampagne. Die Liste bekannter Opfer liest sich wie ein Who’s Who der Wirtschaft: Europäische Kommission, Videodienst Vimeo, Mode-Einzelhandelsketten Zara und MANGO, Edtech-Unternehmen McGraw-Hill, Sicherheitsunternehmen ADT, Medizingerätehersteller Medtronic, Rockstar Games, Match Group und Tech-Giganten wie Cisco sowie Google.
Dies ist nicht das erste Mal, dass 7-Eleven mit Ransomware-Angriffen konfrontiert wurde. Im August 2022 attackierte eine Cyberkriminellen-Gruppe 7-Eleven Dänemark, verschlüsselte Systeme und zwang die Kette, 175 Filialen vorübergehend zu schließen.
Das FBI warnte kürzlich potenzielle Opfer vor Lösegeldszahlungen und verwies darauf, dass diese nicht garantieren, dass die Täter die Daten nicht an andere Cyberkriminelle verkaufen oder die Opfer erneut erpressen. Für betroffene deutsche Kunden empfiehlt das BSI, ihre Konten mit Zwei-Faktor-Authentifizierung zu schützen und proaktiv auf Phishing-Versuche zu achten, die häufig auf solche Datenpannen folgen.
