Das Kernprodukt von Lastwall ist die IDCommand Suite, eine einheitliche Identitätsplattform, die eine Zero-Trust-Architektur mit einer Public-Key-Infrastruktur (PKI) verbindet und passwortlose Authentifizierung unterstützt.
Die Suite wird in drei Ausführungen angeboten. Die Variante Enterprise ist ein cloudnativer Identitätsanbieter für Standard- und Hybridumgebungen. Tactical ist eine vor Ort betreibbare, im Feld einsetzbare Variante, die für Einsatzbedingungen mit eingeschränkter, gestörter, unterbrochener oder bandbreitenschwacher Anbindung (DDIL) ausgelegt ist. BOLT schließlich ist eine biometrische Erweiterung, die ein Sicherheitsniveau gemäß AAL-3 bietet.
Nach Angaben des Unternehmens wertet die Lösung 200 kontextbezogene Signale aus – darunter den Rhythmus der Tastatureingabe, Mausbewegungen und die Erfassung von Hardwaremerkmalen –, um jedem Anmeldeversuch einen Risikowert zuzuweisen und bei Bedarf eine zusätzliche Authentifizierung auszulösen.
Das zweite Produkt, Quantum Shield, ist ein quantensicherer TLS-Terminator und Lastverteiler, der über den AWS Marketplace bezogen werden kann. Er sichert Daten während der Übertragung mit von der NIST anerkannten Post-Quanten-Kryptografie-Verfahren (PQC) und bleibt zugleich abwärtskompatibel zu herkömmlicher Verschlüsselung. Die Lösung ist geräteunabhängig und soll mit den sich weiterentwickelnden PQC-Standards Schritt halten.
„Wir haben unser Modell im anspruchsvollsten staatlichen Markt der Welt unter Beweis gestellt“, sagte Karl Holmqvist, Gründer und Geschäftsführer von Lastwall. Man habe die FedRAMP-Moderate-Autorisierung erhalten, US-Regierungssysteme abgesichert und eine Plattform für die Realität moderner Cyberkriegsführung aufgebaut. Diese erprobten Fähigkeiten bringe man nun zurück nach Kanada, um die Cyber-Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken.
