Der Passaic County in New Jersey wurde Opfer eines Malware-Angriffs, der Telefon- und IT-Systeme der Bezirksverwaltung beeinträchtigte. Die Behörden arbeiten mit Bundes- und Landesbeamten an der Eindämmung des Vorfalls.
Ein Cyberangriff hat die Verwaltungsinfrastruktur des Passaic County in Nordjerseys getroffen und für erhebliche Störungen gesorgt. Der Bezirk mit knapp 600.000 Einwohnern gab am Mittwochabend bekannt, dass Malware seine IT-Systeme und Telefonleitungen angegriffen hatte. Die Behörden versicherten, dass ihre Teams in Zusammenarbeit mit föderalen und staatlichen Behörden an der Untersuchung und Eindämmung des Vorfalls arbeiten.
Zunächst hatten Störungen der Telefonverbindungen am Mittwochmorgen für Verwirrung gesorgt. Erst am Nachmittag bestätigte die Verwaltung, dass ein Cyberangriff der Grund für die Ausfälle war.
Dieser Vorfall reiht sich in einen besorgniserregenden Trend ein. Während Cyberkriminelle zwischen 2023 und 2025 bevorzugt größere Metropolen ins Visier nahmen, konzentrieren sie sich inzwischen auf kleinere Kommunen. Bereits 2026 haben Dutzende von Kreis- und Stadtverwaltungen angegriffen erlebt – von Florida über Connecticut bis West Virginia.
Neben Kommunalbehörden geraten auch Krankenhäuser vermehrt ins Visier von Hackern. Ein großes Krankenhaus in Mississippi brauchte mehrere Wochen, um sich von einem Ransomware-Angriff zu erholen und konnte erst am Montag zu normalen Operationen zurückkehren, nachdem es tagelang unter Systemausfällen, Schließungen und abgesagten Terminen gelitten hatte.
Beamte des Passaic County erwähnten, dass “mehrere andere lokale Behörden in New Jersey ähnliche Vorfälle erlebt haben” – eine offenbare Anspielung auf frühere Ransomware-Attacken gegen Somerset County, Camden County, Bergen County, die Gemeinde Montclair und die Stadt Hoboken.
Quelle: The Record
