Nach den Feststellungen der Ermittler kontaktierte Pathmanathan zwischen mindestens 2014 und seiner Festnahme 2021 gezielt Kinder in den gesamten USA. Er gab sich dabei als jugendlicher Junge aus New Jersey aus, zeichnete das von den Kindern übersandte Material auf und speicherte es auf seinem Computer.
Weigerten sich Kinder, den Kontakt fortzusetzen, oder blockierten sie seine Konten, drohte er den Angaben zufolge damit, das Material an deren Freunde oder Familienangehörige weiterzugeben.
„Dieser Angeklagte hat jahrelang systematisch Kinder im Internet gejagt“, erklärte die US-Staatsanwältin Jeanine Pirro. „Er hatte es auf mehr als 145 Opfer abgesehen, einige davon erst sechs Jahre alt.“
Zusätzlich zur Haftstrafe von 33 Jahren muss sich Pathmanathan als Sexualstraftäter registrieren lassen und nach der Haft eine zehnjährige Bewährungsaufsicht durchlaufen. In Kanada verbüßt er bereits eine zwölfjährige Haftstrafe, nachdem er sich dort 2022 in einem damit zusammenhängenden Verfahren schuldig bekannt hatte.
Bei der sogenannten Sextortion handelt es sich um eine Form der Online-Erpressung, bei der Täter damit drohen, intime Bilder, Videos oder anderes persönliches Material zu verbreiten, sofern die Opfer ihren Forderungen nicht nachkommen.
