Über mehrere Jahre hinweg machte Murray mit dem Datenhandel jährlich mehrere Hunderttausend US-Dollar. Üblicherweise verlangte er 500 US-Dollar für eine Liste mit 100 bis 300 Namen. Als die von ihm genutzten Überweisungsdienste ihn von ihren Plattformen ausschlossen, forderte er seine „Kunden" auf, stattdessen mit Prepaid-Geschenkkarten zu zahlen.
Den Anklägern zufolge versandte Murray im Verlauf des Schemas mindestens 22.000 Lead-Listen. Damit erwirtschaftete er für sich selbst mehr als 5,2 Millionen US-Dollar und verursachte bei den Opfern Schäden von über 9,5 Millionen US-Dollar.
Die illegalen Erlöse setzte Murray für den Kauf von Landwirtschaftsmaschinen, Fahrzeugen und Sammlerstücken aus Edelmetall ein. Einen Teil der Gelder leitete er an seinen Sohn Cutter Murray weiter, der das Geld für private und geschäftliche Ausgaben verwendete. Im Juni 2025 teilte das US-Justizministerium mit, dass sich der Sohn in einem Anklagepunkt der Geldwäsche schuldig bekennen werde, weil er 1,6 Millionen US-Dollar der betrügerisch erlangten Gelder entgegennahm und wusch.
Das Urteil fällt in eine Phase, in der Betrug zulasten älterer Menschen landesweit zunimmt. Laut dem Internet Crime Report 2025 des FBI reichten US-Bürger ab 60 Jahren im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Betrugsanzeigen ein – ein Anstieg um 37 Prozent gegenüber 2024.
Die betroffenen älteren Opfer meldeten zudem Gesamtschäden von fast 7,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der durchschnittliche Schaden pro Anzeigeerstatter erreichte 38.500 US-Dollar.
