MokN wurde 2023 mit dem Ziel gegründet, den Identitätsschutz anders anzugehen als herkömmliche Lösungen. Der Kern der Technik besteht darin, Honeypots in Unternehmensumgebungen zu platzieren: Diese Köder sollen Angreifer dazu verleiten, kompromittierte Anmeldedaten offenzulegen. Durch besonders realistisch gestaltete Täuschungszugänge will die „Phish-Back"-Lösung Angreifer austricksen und Organisationen die Möglichkeit geben, gestohlene Zugangsdaten unbrauchbar zu machen, bevor diese tatsächlich verwendet werden.

Die Series-A-Runde wurde von Google Ventures angeführt. Beteiligt waren zudem DataDog, die bereits zuvor investierten Geldgeber Moonfire und OVNI Capital sowie mehrere Angel-Investoren. Insgesamt summiert sich die Investition in das Unternehmen damit auf 18 Millionen Dollar.

Das eingeworbene Kapital will MokN in erster Linie für den Markteintritt in den USA einsetzen. Dort hätten sich auf Zugangsdaten basierende Einbrüche zur dominierenden Angriffsform entwickelt, so das Unternehmen. Mit Verweis auf den jüngsten Verizon Data Breach Investigations Report (DBIR) nennt MokN eine Zahl: Der Missbrauch von Zugangsdaten sei 2025 für rund 13 Prozent der bestätigten Datenschutzverletzungen verantwortlich gewesen.

Darüber hinaus plant das Start-up eine internationale Expansion und beginnt mit der Eröffnung neuer Büros in den USA und im Vereinigten Königreich. Zur Unterstützung dieses Wachstums will MokN neue Mitarbeiter in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Kundenbetreuung einstellen. Auch das Entwicklungsteam soll vergrößert und die Forschungs- und Entwicklungsarbeit ausgebaut werden, um die Fähigkeiten der Plattform weiter zu verbessern.

Mitgründer und CEO Gautier Bugeon ordnet das Vorgehen in eine eigene Kategorie ein, die er „Active Identity Recovery" nennt. „Als ehemaliger SOC-Manager habe ich aus erster Hand erlebt, wie kompromittierte Identitäten ein kritischer blinder Fleck blieben. MokN wurde gegründet, um das zu ändern", sagte Bugeon. Man arbeite heute mit großen Unternehmen zusammen, um ihnen einen proaktiven Vorsprung gegenüber identitätsbasierten Angriffen zu verschaffen.