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MokN sichert sich 15 Millionen Dollar: Französisches Startup revolutioniert Identitätsschutz mit Honeypot-Technologie

MokN sichert sich 15 Millionen Dollar: Französisches Startup revolutioniert Identitätsschutz mit Honeypot-Technologie
Zusammenfassung

Das französische Cybersicherheitsunternehmen MokN hat in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 15 Millionen Dollar eingesammelt und bringt damit die Gesamtinvestition auf 18 Millionen Dollar. Das Unternehmen verfolgt einen innovativen Ansatz im Kampf gegen Identitätsdiebstahl und kompromittierte Zugangsdaten: Statt traditioneller Abwehrmechanismen setzt MokN auf realistische Köder-Zugangspunkte innerhalb von Unternehmensumgebungen, um Angreifer dazu zu verleiten, gestohlene Anmeldedaten preiszugeben. Dies ermöglicht es Organisationen, kompromittierte Identitäten zu neutralisieren, bevor sie missbraucht werden. Die Finanzierungsrunde wurde von Google Ventures angeführt und unterstützt von weiteren Investoren. Das frische Kapital wird hauptsächlich für die Expansion in die USA verwendet, wo identitätsbasierte Eindringungen dominant geworden sind. Für deutsche Unternehmen und Behörden ist diese Entwicklung hochrelevant, da auch hierzulande kompromittierte Zugangsdaten zu den häufigsten Ursachen von Datenschutzverletzungen zählen. MokN's „Active Identity Recovery"-Ansatz könnte eine neue Kategorie von Sicherheitslösungen etablieren, die Organisationen eine proaktive Gegenmaßnahme gegen identitätsbasierte Angriffe bietet.

MokN präsentiert eine neuartige Lösung für ein wachsendes Sicherheitsproblem: Während Unternehmen weltweit gegen Ransomware, Malware und externe Angreifer kämpfen, bleibt eine kritische Schwachstelle oft unbeachtet – gestohlene oder kompromittierte Anmeldedaten. Mit seiner Series-A-Finanzierung signalisiert MokN, dass dieser Markt erhebliches Wachstumspotenzial bietet.

Das Kernkonzept der MokN-Plattform basiert auf aktiver Täuschung: Das Startup platziert täuschend echte Zugriffspunkte und Honeypots innerhalb von Unternehmensumgebungen. Wenn Angreifer versuchen, mit gestohlenen oder kompromittierten Zugangsdaten in diese Köder einzudringen, offenbaren sie sich selbst – bevor sie echte Systeme kompromittieren können. Dies ermöglicht es Sicherheitsteams, proaktiv zu handeln und die Anmeldedaten zu neutralisieren, noch bevor Schäden entstehen.

Den neuen Ansatz nennt MokN „Active Identity Recovery” – eine Kategorie, die traditionelle reaktive Sicherheitsmodelle hinter sich lässt. Gautier Bugeon, CEO und Co-Gründer von MokN, betont die praktische Relevanz: „Als ehemaliger SOC-Manager kenne ich das Problem aus erster Hand. Kompromittierte Identitäten waren ein blinder Fleck in der Sicherheitsstrategie. MokN wurde gegründet, um das zu ändern und Unternehmen einen proaktiven Vorteil gegen identitätsbasierte Angriffe zu geben.”

Die Investitionszusagen stammen von prominenten Namen der Branche: Google Ventures führte die Runde an, DataDog beteiligt sich, und frühere Investoren wie Moonfire und OVNI Capital sowie mehrere Angel Investor unterstützen das Unternehmen weiterhin.

Mit der frischen Finanzierung verfolgt MokN eine ambitionierte Expansionsstrategie. Der Fokus liegt zunächst auf den USA, wo credential-basierte Angriffe zur dominierenden Angriffsmethode geworden sind. Der Verizon DBIR 2025 zeigt: Missbrauch von Anmeldedaten war für etwa 13 Prozent aller bestätigten Datenverletzungen verantwortlich. Darüber hinaus plant MokN die globale Expansion mit neuen Büros in den USA und Großbritannien. Das Unternehmen wird gezielt in Sales, Marketing und Customer Success investieren und sein Engineering-Team verstärken, um Forschungs- und Entwicklungskapazitäten auszubauen.

Für deutsche Unternehmen könnte MokNs Ansatz besonders relevant werden, da die DSGVO strikte Anforderungen an den Umgang mit Sicherheitsvorfällen stellt. Werden Anmeldedaten kompromittiert, drohen Meldepflichten gegenüber der Aufsichtsbehörde und potenziell erhebliche Bußgelder bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes. Ein proaktiver Ansatz wie der von MokN könnte solche Szenarien verhindern, bevor sie zu Bußgeldrisiken führen.