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Chrome 148: Google schließt 151 Sicherheitslücken – 22 davon kritisch

Chrome 148: Google schließt 151 Sicherheitslücken – 22 davon kritisch
Zusammenfassung

Google hat diese Woche die Chrome-Version 148 veröffentlicht und damit 151 Sicherheitslücken geschlossen, darunter 22 kritische Schwachstellen, die zu Ferncode-Ausführung führen könnten. Die schwerwiegendsten Fehler sind zwei Use-after-Free-Anfälligkeit und zwei Out-of-Bounds-Probleme, für deren Behebung Google Bounties von je 43.000 Dollar zahlte. Die Mehrheit der kritischen Sicherheitsmängel sind speicherbezogene Fehler, die es Angreifern ermöglichen könnten, Chromes Sicherheitssandbox zu umgehen und möglicherweise das gesamte System zu kompromittieren. Für deutsche Nutzer ist ein sofortiges Update auf Chrome 148 essentiell, da Chrome einer der weltweit meistgenutzten Browser ist und die identifizierten Lücken erhebliche Risiken bergen. Für Unternehmen und Behörden in Deutschland bedeutet dies eine kritische Priorität im Patch-Management, insbesondere da viele Organisationen Chrome unternehmensweise einsetzen. Die massiv gestiegene Anzahl behobener Sicherheitslücken pro Update – Google vermutet KI-gestützter Scans – deutet auf eine intensivere Sicherheitsforschung hin, unterstreicht aber auch die wachsende Komplexität moderner Browser-Sicherheit. Administatoren sollten das Update zeitnah verteilen und automatische Updates überprüfen.

Die Analyse von Chrome 148 zeigt ein Sicherheitspatch, das in mehreren Aspekten bemerkenswert ist. Von den 22 kritischen Schwachstellen dominieren sogenannte Use-after-free-Fehler – Speicherverwaltungsprobleme, die es Angreifern ermöglichen, auf bereits freigegeben Speicher zuzugreifen und dadurch beliebigen Code auszuführen.

Die höchstdotierten Schwachstellen sind CVE-2026-9872 (Out-of-bounds-Write in der GPU) und CVE-2026-9873 (Use-after-free in der Netzwerk-Komponente), für die die entdeckenden Forscher jeweils 43.000 US-Dollar erhielten. Weitere kritische Lücken sind CVE-2026-9874 (Dawn-Komponente), CVE-2026-9875 (WebGL) und CVE-2026-9876 (WebGL). Diese Vielfalt an betroffenen Subsystemen zeigt, wie weit verbreitet die Speichersicherheitsprobleme sind.

Neben den 22 kritischen Lücken wurden 123 Schwachstellen mit hohem Schweregrad und sechs mit mittlerem Schweregrad geschlossen. Unzureichende Eingabevalidierung und Out-of-bounds-Zugriffe sind weitere häufige Muster.

Besonders interessant ist der Ursprung dieser Sicherheitslücken: Die meisten wurden von Googles eigenem Sicherheitsteam gefunden – nicht von externen Forschern. Dies könnte auf den verstärkten Einsatz von KI-Tools zurückzuführen sein, mit denen Google die Schwachstellenentdeckung automatisiert hat. Diese Strategie ist wirksam, führt aber auch zu erheblich mehr Lücken pro Update. Seit März 2024 wurden pro Chrome-Release über 350 Schwachstellen adressiert.

Google hat die Gesamtkosten für Bounties bislang auf über 130.000 US-Dollar beziffert, wobei viele Rewards noch nicht offengelegt wurden. Dies unterstreicht das erhebliche Sicherheitsrisiko, das diese Lücken dargestellt haben.

Die neuen Versionen sind verfügbar: Windows (148.0.7778.216/217), macOS (148.0.7778.215/216) und Linux (148.0.7778.215). Nutzer sollten das Update zeitnah installieren. Für Unternehmen ist eine schnelle Verteilung kritisch, um Ransomware-, Spyware- und Exploits-in-the-Wild-Risiken zu minimieren.