Anlass für den wiederbelebten Wettbewerb ist ein rundes Jubiläum: Dark Reading wurde am 1. Mai 20 Jahre alt. Zur Feier rief die Redaktion ihre Leserschaft erneut dazu auf, beim Cartoon-Wettbewerb „Name That Toon" mitzumachen und die kreativste Bildunterschrift mit Bezug zur Cybersicherheit einzusenden — eine Zeile, die beschreibt, was in der Zeichnung passiert.

Durchgesetzt hat sich ein Beitrag mit augenzwinkerndem Bezug zur aktuellen KI-Euphorie: „Sehen Sie, ich weiß es, aber das war der beste KI-Stack, den wir uns leisten konnten." Verfasst wurde der Siegertext von Prasen Shelar, Mitgründer und Geschäftsführer des KI-Start-ups Axari, der ihn über LinkedIn einreichte. Die Redaktion dankte allen teilnehmenden Leserinnen und Lesern.

Den Rahmen bildet ein Rückblick auf die technologischen Umbrüche, die die Cybersicherheitsbranche in den vergangenen zwei Jahrzehnten geprägt haben. Am Anfang standen signaturbasierte Antivirenprogramme und Perimeter-Firewalls, die lokale Netzwerke schützten. Es folgte die Migration in die Cloud, die diese Grenzen vollständig auflöste, sowie die mobile Revolution, die Unternehmensdaten auf Geräte in den Hosentaschen und Cafés der Beschäftigten weltweit brachte.

Das Internet der Dinge vergrößerte die Angriffsfläche um Milliarden vernetzter Geräte, viele davon mit ausgesprochen schwachen Sicherheitsvorkehrungen. Die durch die Pandemie beschleunigte Verlagerung ins Homeoffice ließ vom Netzwerk-Perimeter endgültig nichts mehr übrig und zwang Unternehmen zu Zero-Trust-Modellen, bei denen jede Zugriffsanfrage unabhängig von ihrer Herkunft überprüft wird.

Parallel dazu entwickelten sich die Angreifer weiter: von einzelnen Hackern zu professionellen kriminellen Unternehmen und staatlich gesteuerten Operationen, die Zero-Days und Lieferketten-Angriffe mit chirurgischer Präzision einsetzen. Nun stellt sich die Branche auf die nächste Welle ein — die KI-Transformation.