Microsoft hatte das Problem nach eigenen Angaben zwei Wochen vor der Behebung eingeräumt. Ursache ist demnach unzureichender freier Speicher auf der EFI-Systempartition, der dazu führt, dass das Mai-Update KB5089549 für Windows 11 die Installation abbricht und automatisch zurückrollt.
Auf betroffenen Geräten erscheint dabei die Meldung „Etwas ist nicht wie geplant verlaufen. Änderungen werden rückgängig gemacht.". In den Protokolldateien finden sich zudem die Einträge „SpaceCheck" und „ServicingBootFiles failed", die auf den fehlenden Speicherplatz hinweisen. Laut Microsoft sind besonders Geräte mit 10 MB oder weniger freiem Speicher auf der ESP betroffen; die Installation komme durch die anfänglichen Phasen, scheitere aber während der Neustartphase bei rund 35 bis 36 Prozent.
Wie das Unternehmen mitteilte, ist der Fehler im Vorschau-Sammelupdate KB5089573 für Windows 11 behoben. Die Korrektur soll alle Nutzer mit den Patch-Tuesday-Updates im Juni erreichen. „Dieses Problem wurde durch die am 26. Mai 2026 veröffentlichten Windows-Updates (KB5089573) und spätere behoben. Wir empfehlen, das aktuellste Update für Ihr Gerät zu installieren, da es wichtige Verbesserungen und Fehlerbehebungen enthält, einschließlich dieser", schrieb Microsoft im Dashboard zum Zustand der Windows-Versionen.
Wer das Update vom 26. Mai 2026 oder später installiert, benötigt laut Microsoft keine Behelfslösung. Nutzer einer älteren Version, die das Problem aufweisen, können auf den sogenannten Known Issue Rollback zurückgreifen – eine Windows-Funktion, die über Windows Update verteilte fehlerhafte Updates rückgängig macht. In von IT-Abteilungen verwalteten Unternehmensumgebungen können Administratoren das Problem über die Installation und Konfiguration einer entsprechenden Gruppenrichtlinie abmildern; weitere Hinweise dazu stellt Microsoft auf seiner Support-Website bereit.
Das Vorschau-Sammelupdate KB5089573 für die Windows-11-Versionen 25H2 und 24H2 erschien am Mittwoch, dem 26. Mai, und umfasst 30 Änderungen, darunter Verbesserungen bei Leistung und Zuverlässigkeit.
Microsoft hatte zudem in diesem Monat bestätigt, dass die Sicherheitsupdates vom April 2026 Fehler in Backup-Anwendungen von Drittanbietern verursachten, die einen anfälligen Treiber nutzten. Außerdem behob das Unternehmen einen Fehler in Windows Autopatch, durch den per Verwaltungsrichtlinie eingeschränkte Treiber-Updates auf einigen Autopatch-verwalteten Windows-Geräten in der Europäischen Union ausgespielt wurden.
