Phosphorus mit Sitz in Nashville, Tennessee, wurde 2017 gegründet. Zu den Gründern zählen Chris Rouland als CEO, Earle Ady als CTO und Rebecca Rouland als CFO. Rouland hatte zuvor die Unternehmen Bastille und Endgame gegründet und bei IBM die Abteilung X-Force aufgebaut, wo er als CTO und Distinguished Engineer tätig war.
Die Plattform von Phosphorus ist darauf ausgelegt, vernetzte Geräte zu identifizieren, deren Gefährdungen zu bewerten und Gegenmaßnahmen in großem Umfang zu automatisieren. Dazu gehört auch die Automatisierung von Sicherheitsaufgaben wie das Rotieren von Passwörtern, das Einspielen von Firmware-Updates, die Verwaltung von Zertifikaten und das Beheben von Schwachstellen über große Bestände vernetzter Geräte hinweg.
Robert M. Lee, CEO und Mitgründer von Dragos, ordnete die Übernahme auf LinkedIn ein: Mit dem Schritt setze man zugleich ein Zeichen, dass es nicht um xIoT gehe. Es gehe nicht so sehr darum, dass IT und IoT sich in die Betriebstechnik (OT) hinein ausweiteten, sondern dass die Betriebstechnik selbst sich ausdehne – „xOT". Im Mittelpunkt stünden die Regelkreise und die Physik, nicht das Betriebssystem.
Nach Angaben von Dragos sollen die Kunden kurzfristig eine erweiterte Sichtbarkeit ihrer Anlagen sowie integrierte Geräteinformationen erhalten; automatisierte Behebungsabläufe und ein einheitliches Plattformerlebnis sollen später folgen. Einen Zeitplan für die vollständige Produktintegration nannten die beteiligten Unternehmen nicht. Bestehende Kunden beider Plattformen sollen weiterhin Unterstützung erhalten, während die Technologien zusammengeführt werden.
Sonu Shankar soll das Phosphorus-Geschäft als General Manager innerhalb von Dragos weiterführen; die Eingliederung erfolgt in strukturierten, aufeinanderfolgenden Phasen. Die finanziellen Bedingungen der Transaktion wurden nicht offengelegt. Phosphorus hatte nach den vorliegenden Angaben rund 65 Millionen US-Dollar an Finanzierung eingesammelt, darunter eine Runde über 38 Millionen US-Dollar Anfang 2022.
