Meta will Daten, die von anderen Unternehmen stammen, künftig umfassender zur Personalisierung einsetzen. Bislang wurden solche Informationen nach Angaben des Konzerns vor allem genutzt, um Werbung relevanter auszuspielen. Künftig sollen sie auch dafür herangezogen werden, die Inhalte im Feed sowie die Antworten des KI-Chatbots auf einzelne Nutzer zuzuschneiden.

In einer Erklärung schrieb Meta, Unternehmen würden häufig Informationen über die Aktivitäten von Menschen auf ihren eigenen Websites mit Meta teilen, um Werbung besser zu personalisieren. Der Konzern erklärte weiter, er nutze diese Daten bereits heute, etwa zu gespielten Spielen oder zu Einkäufen auf anderen Websites, um Anzeigen relevanter zu machen. In Zukunft solle dieselbe Art von Informationen auch andere Teile der Nutzungserfahrung personalisieren.

Meta betonte, dass im Zuge der Änderung keine neuen Daten gesammelt würden. Zugleich stellte das Unternehmen heraus, dass Nutzer selbst entscheiden könnten, wie diese Informationen für Personalisierung verwendet werden. Dafür überarbeitet Meta seine Kontrollmöglichkeiten.

Konkret erweitert der Konzern die Einstellung „Aktivität von anderen Unternehmen“, die früher „Aktivitätsinformationen von Werbepartnern“ hieß. Darüber sollen Nutzer besser verwalten können, wie Daten anderer Unternehmen für diesen Zweck eingesetzt werden. Die Einstellung „Deine Aktivität außerhalb von Meta-Technologien“ wird dagegen eingestellt.

Nach Darstellung von Meta ermöglicht die neue Option, die Nutzung der Daten sowohl für Werbung als auch für andere, nicht werbliche Inhalte zu steuern. Wer die Verwendung dieser Informationen für personalisierte Inhalte erlaubt, soll relevantere Anzeigen und sonstige Inhalte sehen. Als Beispiel nannte das Unternehmen den Kauf eines Zelts im Internet, nach dem vermehrt Reels zum Thema Camping erscheinen könnten.

Wenn Nutzer diese Verwendung nicht erlauben, will Meta die angezeigten Inhalte stattdessen auf andere Aktivitäten innerhalb der eigenen Plattformen stützen, etwa auf das Liken eines Reels oder Beitrags. Meta wies zudem darauf hin, dass Unternehmen dem Konzern auch Kundenlisten übermitteln können, beispielsweise von Personen, die sich für E-Mails angemeldet haben. Diese Nutzer könnten dann relevante Werbung erhalten.

Die Umstellung soll laut Meta ab dem kommenden Monat in den USA und in weiteren Ländern beginnen. Genannt werden das Vereinigte Königreich, Brasilien, Thailand, Südafrika, die Türkei, Südkorea, Ecuador, Nigeria und Kenia.