EC-Council lanciert eine neue Enterprise AI Credential Suite mit vier rollenbasierten KI-Zertifizierungen und aktualisiertem Certified CISO v4, um die Lücke zwischen rasanter KI-Adoption und unzureichend geschultem Personal zu schließen.
Das führende Cybersecurity-Bildungsunternehmen EC-Council hat seine umfangreichste Portfolioerweiterung in 25 Jahren angekündigt. Im Mittelpunkt stehen vier neue KI-Zertifizierungen sowie eine überarbeitete Version des Certified CISO v4, die Führungskräfte auf KI-gesteuerte Sicherheitsrisiken vorbereitet.
Die Initiative adressiert ein strukturelles Problem: Künstliche Intelligenz breitet sich schneller aus, als Fachkräfte ausgebildet werden können, sie zu betreiben, zu sichern und zu kontrollieren. Laut IDC könnte unmanagiertes KI-Risiko global 5,5 Billionen Dollar Exposition bedeuten. Gleichzeitig prognostiziert Bain & Company einen Reskilling-Bedarf von 700.000 Fachkräften in den Bereichen KI und Cybersicherheit allein in den USA.
Die neuen Programme folgen dem Adopt-Defend-Govern-Framework (ADG) von EC-Council. “Adopt” bereitet Teams auf bewusste KI-Implementierung vor, “Defend” sichert gegen Bedrohungen wie Prompt-Injection und Datenvergiftung ab, während “Govern” Rechenschaftspflicht und Risikomanagement verankert.
Die Dringlichkeit ist klar erkennbar: 87 Prozent der Organisationen berichten von KI-gesteuerten Angriffen, während generative KI-Traffic um 890 Prozent angewachsen ist. Hinzu kommt eine Konzentration von KI-Talenten: 67 Prozent arbeiten in nur 15 US-amerikanischen Städten, Frauen machen lediglich 28 Prozent der KI-Fachkräfte aus.
Das Portfolio richtet sich nach den US-Prioritäten der Executive Order 14179 und dem KI-Aktionsplan vom Juli 2025, die Workforce-Entwicklung und anwendungsorientierte KI-Bildung betonen. EC-Council, Schöpfer des renommierten Certified Ethical Hacker (CEH) und vertraut vom US Department of Defense, hat bereits über 350.000 Fachkräfte weltweit zertifiziert.
Quelle: BleepingComputer
