Nach Angaben von Microsoft betrifft das Problem Geräte, die ursprünglich mit Windows 10 22H2 oder 21H2 oder mit Windows 11 23H2 liefen und danach auf Windows 11 24H2 oder 25H2 aktualisiert wurden. Auf diesen Systemen kann die Installation der neuesten kumulativen Updates fehlschlagen. In den Windows-Einstellungen unter Windows Update und Updateverlauf werden dann die Fehler 0x80073712 oder 0x800f0993 angezeigt.

Auch in den Windows-Update-Protokollen tauchen diese Codes laut Microsoft auf. Genannt werden dort 0x800f0993 mit der Bezeichnung PSFX_E_REBASE_HYDRATION_CANDIDATES_MISSING sowie 0x80073712 mit der Bezeichnung ERROR_SXS_COMPONENT_STORE_CORRUPT. Beide Fehler treten beim Versuch auf, die aktuellen Updates einzuspielen.

Microsoft zufolge wird die Behebung für alle nicht verwalteten Unternehmensgeräte sowie für persönliche PCs mit Home-Edition nach einem Systemneustart verteilt. Der Hersteller ergänzt, dass in diesen Kategorien ab dem 19. Mai 2026 um 18:30 Uhr pazifischer Zeit keine neuen Geräte mehr von dem Problem betroffen sein sollten. Ein Neustart könne dazu führen, dass die Lösung früher greift; weitere Maßnahmen seien dafür nicht notwendig.

Für andere betroffene Geräte hat Microsoft im Rahmen des Patch Tuesday im Juni 2026 zusätzliche Windows-Updates veröffentlicht. Diese sollen sich beim Upgrade auf Windows 11 automatisch installieren und so verhindern, dass der Fehler überhaupt auftritt. Gleichzeitig stellt Microsoft klar, dass diese Maßnahme Systeme nicht repariert, die bereits auf Windows 11 24H2 oder 25H2 aktualisiert wurden und auf denen das Problem schon besteht.

Für bereits betroffene Geräte empfiehlt Microsoft stattdessen, das problematische Paket zu entfernen, um die Update-Installation wieder freizugeben. Dazu sollen Nutzer einen entsprechenden Befehl in einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten ausführen. Falls auch diese Abhilfe das Problem nicht beseitigt, rät der Hersteller zu einem In-Place-Upgrade von Windows 11.

Microsoft verweist zudem darauf, in den vergangenen Monaten mehrere Fehler rund um die Installation von Windows-Updates behoben zu haben. Im April erschien ein außerplanmäßiges Update, um ein bekanntes Problem des nicht sicherheitsrelevanten Vorschau-Updates KB5079391 vom März 2026 zu korrigieren, das bei der Bereitstellung unter Windows 11 ebenfalls Fehler des Typs 0x80073712 auslöste.

Einen Monat später warnte Microsoft außerdem vor möglichen Windows-Update-Fehlern nach der Installation der optionalen nicht sicherheitsrelevanten Vorschau-Updates vom Januar 2026 in eingeschränkten Netzwerkumgebungen. Kürzlich behob das Unternehmen dann ein weiteres bekanntes Problem, das bei der Installation des Windows-11-Sicherheitsupdates KB5089549 vom Mai 2026 zu Fehlschlägen und zum Fehler 0x800f0922 führte.