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Microsoft 365 Backup erhält Datei-Wiederherstellung für schnellere Notfallrekuperationen

Microsoft 365 Backup erhält Datei-Wiederherstellung für schnellere Notfallrekuperationen

Microsoft führt granulare Wiederherstellungsfunktionen für Microsoft 365 Backup ein, die Administratoren ermöglichen, einzelne Dateien und Ordner statt ganzer Laufwerke wiederherzustellen. Das Feature soll ab früh 2026 zur Verfügung stehen und die Wiederherstellungszeiten erheblich verkürzen.

Microsoft wird in Kürze ein wichtiges Update für Microsoft 365 Backup ausrollen, das Wiederherstellungsprozesse deutlich beschleunigt. Die neue Funktionalität ermöglicht es Administratoren erstmals, einzelne Dateien und Ordner gezielt wiederherzustellen – statt bislang ganzer Websites oder Laufwerke.

Das Backup- und Wiederherstellungssystem für SharePoint, OneDrive und Exchange schützt Organisationen vor Datenverlusten durch Ransomware-Angriffe, versehentliches Löschen oder Datenbeschädigungen. Bisher führte schon ein beschädigtes oder gelöschtes File zu einer aufwändigen Komplett-Wiederherstellung.

Mit der neuen granularen Restore-Funktion können Administratoren verfügbare Wiederherstellungspunkte durchsuchen und gezielt nur die benötigten Dateien oder Ordner aus SharePoint und OneDrive auswählen. Damit sinkt die Wiederherstellungszeit erheblich. Die Funktion steht exklusiv Kunden zur Verfügung, die Microsoft 365 Backup bereits aktiviert haben und mindestens die Rolle „SharePoint Backup Administrator” innehaben.

Auf Endnutzer hat die Änderung keine direkten Auswirkungen – alle Wiederherstellungsvorgänge erfolgen im Administrationsbereich und sind für normale Benutzer unsichtbar. Microsoft kündigte in einer Mitteilung des Message Centers an, dass das Feature ab früh 2026 zur Verfügung stehen wird.

Die öffentliche Vorschau startete im März 2026, die weltweite Verfügbarkeit ist zwischen Ende April und früh Mai 2026 geplant. Microsoft empfiehlt Kunden, ihre Backup-Richtlinien zu überprüfen, Administratoren mit dem neuen Workflow vertraut zu machen und interne Recovery-Runbooks auf Datei- und Ordner-Ebene anzupassen.

Das System bietet Administratoren feinere Kontrollmöglichkeiten bei der Wiederherstellung personenbezogener Daten und unterstützt damit auch Compliance- und Remediations-Szenarien. Die Speicherung der Backup-Daten ändert sich nicht.


Quelle: BleepingComputer