Laut einer Mitteilung von Microsoft im Message Center, die an einem Donnerstag veröffentlicht wurde, sollen Administratoren ab Anfang 2026 einzelne Dateien oder Ordner aus SharePoint- und OneDrive-Wiederherstellungspunkten durchsuchen und zurückholen können. Microsoft beschreibt die Funktion als granulare Wiederherstellung, die die Wiederherstellungszeit verkürzt, die Rolle SharePoint Backup Administrator voraussetzt und bestehende Backup-Richtlinien respektiert, ohne Nutzer zu beeinträchtigen.
Der bisherige Ablauf machte selbst bei einer einzigen betroffenen Datei eine vollständige Wiederherstellung auf Website- oder Laufwerksebene nötig. Mit der neuen Möglichkeit lassen sich vorhandene Wiederherstellungspunkte durchsuchen und gezielt nur die benötigten Inhalte auswählen.
Nach Angaben von Microsoft ändert die Funktion nicht, wo und wie die Sicherungsdaten gespeichert werden, sondern führt lediglich eine neue Methode ein, um auf einer feineren Ebene auf bestehende Wiederherstellungspunkte zuzugreifen. Administratoren erhielten damit präzisere Kontrolle, um etwa einzelne Dateien oder Ordner mit personenbezogenen Daten gezielt wiederherzustellen, zu korrigieren oder zu bereinigen.
Zum Zeitplan nennt Microsoft eine öffentliche Vorschau ab Anfang März 2026; die allgemeine Verfügbarkeit weltweit wird zwischen Ende April und Anfang Mai 2026 erwartet. Vor dem Rollout in den jeweiligen Tenants rät Microsoft den Kunden, die Abdeckung von Microsoft 365 Backup für SharePoint und OneDrive zu prüfen, die zuständigen Backup-Administratoren mit dem neuen Ablauf vertraut zu machen und interne Wiederherstellungs-Runbooks um Szenarien auf Datei- und Ordnerebene zu ergänzen.
Bereits im vergangenen Monat hatte Microsoft Windows Backup for Organizations erweitert, ein Sicherungswerkzeug für Unternehmen. Damit können Unternehmensnutzer persönliche Einstellungen und Apps aus dem Microsoft Store von einem früheren Windows-11-Gerät wiederherstellen.
