Im Mittelpunkt der Freigabe stehen die beiden kumulativen Updates KB5094126 für Windows 11 25H2 und 24H2 sowie KB5093998 für Windows 11 23H2. Microsoft bezeichnet sie als verpflichtend, da sie die Patch-Tuesday-Sicherheitsupdates dieses Monats bündeln. Neue bekannte Probleme sind dem Unternehmen nach eigenen Angaben nicht bekannt.

Bei den Neuerungen fällt vor allem „Shared Audio“ auf. Die Funktion erlaubt es, dass zwei Personen gleichzeitig denselben Ton von einem einzelnen Windows-11-PC hören. Technisch nutzt sie Bluetooth LE Audio Broadcast. Aktiviert wird sie über die Schnelleinstellungen in der Taskleiste, sofern zwei unterstützte, gekoppelte und verbundene Geräte vorhanden sind.

Auch die Lupe in Windows wurde erweitert. Laut Microsoft liefert sie nun klarere und konsistentere Ansagen bei der Nutzung mit einem Screenreader, etwa beim Vergrößern, beim Wechsel der Ansicht oder beim Ein- und Ausschalten der Farbinvertierung. Zudem unterstützt die Lupe jetzt die Vergrößerung erlaubter geschützter Inhalte und arbeitet im Linsenmodus flüssiger.

Im Task-Manager verbessert Microsoft die Sicht auf die NPU-Nutzung auf PCs mit NPU. Neue optionale Spalten für NPU, NPU Engine, NPU Dedicated Memory und NPU Shared Memory zeigen zusätzliche Details auf den Seiten Prozesse, Benutzer und Details. Außerdem gibt es eine neue optionale Spalte „Isolation“, die anzeigt, welche Anwendungen in einem AppContainer laufen. Für virtuelle Maschinen korrigiert das Update zudem die Anzeige der CPU-Geschwindigkeit nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand.

Bei der Kamera führt Windows 11 eine Multi-App-Kamera ein, mit der mehrere Anwendungen gleichzeitig auf denselben Kamerastream zugreifen können. Zusätzlich gibt es einen einfachen Kameramodus für Fehlersuche oder mehr Stabilität bei Kameraproblemen. In Unternehmensumgebungen können Administratoren beide Modi per Gruppenrichtlinie konfigurieren.

Während der Windows-Einrichtung lässt sich nun auf der Seite für den Gerätenamen ein benutzerdefinierter Name für den Benutzerordner festlegen. Wird dieser Schritt übersprungen, verwendet Windows weiterhin den Standardordnernamen. Microsoft nennt außerdem allgemeine Leistungsverbesserungen, die den Start von Anwendungen und zentrale Shell-Komponenten wie Startmenü, Suche und Info-Center beschleunigen sollen.

Weitere Änderungen betreffen Personalisierung, Suche, Speicher und USB. So wurde die automatische Akzentfarbauswahl bei passendem Hintergrundbild präziser, und die Zuverlässigkeit von Hintergrundbildern über Neustarts und Upgrades hinweg wurde verbessert. Die Windows-Suche findet und priorisiert Dateien jetzt bereits mit nur zwei Zeichen. Beim Erstellen eines Dev Drive kann die Größe nun in Gigabyte statt nur in Megabyte angegeben werden. Außerdem erscheinen an USB4-Docks und -Hubs angeschlossene Displays laut Microsoft zuverlässiger, insbesondere nach dem Standby, und auch der USB3-Stack wurde robuster gemacht.

Windows Hello erhält mehrere Korrekturen. Dazu gehören Optimierungen am Windows Biometric Service (WinBio) nach Modern Standby, weniger unerwartete Authentifizierungsblockaden durch behobene fehlende Metadaten für sichere Registrierung sowie ein geändertes Anmeldeverhalten auf Sperr- und Anmeldebildschirm: Wenn Gesichtserkennung oder Fingerabdruck eingerichtet und verfügbar sind, werden sie nun standardmäßig verwendet. Wer stattdessen dreimal hintereinander die Windows-PIN nutzt, bleibt bei der PIN, bis wieder aktiv zu einer anderen Methode gewechselt wird.

Darüber hinaus nennt Microsoft Verbesserungen bei Sensoren, HID- und Eingabestapel, dem Touch-Keyboard auf dem Anmeldebildschirm, explorer.exe beim Schließen der Eingabeumschaltung, der Zwischenablagehistorie, dem Font-Rendering von Times New Roman für griechische und kyrillische Schrift, der Aufgabenplanung, Desktop-Verknüpfungen, dem Microsoft Store sowie der allgemeinen Zuverlässigkeit auf Sperr- und Anmeldebildschirm, im Datei-Explorer, bei Touch-Gesten und beim Wechsel von Designs in den Einstellungen. Microsoft bestätigte außerdem, an einem größeren Qualitätsupdate für Windows 11 im Jahr 2026 zu arbeiten, das unter anderem die verschiebbare Taskleiste zurückbringen und die Leistung moderner Oberflächen einschließlich des Kontextmenüs deutlich verbessern soll.