Ein ehemaliger IBM-Manager aus dem Bereich Cybersicherheit hat Klage eingereicht und wirft IBM sowie AT&T vor, wiederholte Angriffe mit Verbindung zu ausländischen Regierungen auf ihre Systeme vertuscht zu haben. Nach Angaben des Hinweisgebers sollen die Unternehmen über mehrere Jahre hinweg mehrere Sicherheitsverletzungen gegenüber der US-Regierung nicht ordnungsgemäß offengelegt haben. Stattdessen hätten sie ihre Sicherheitslage falsch dargestellt, um wertvolle Bundesverträge zu gewinnen und zu behalten.
Die University of Oxford hat einen Sicherheitsvorfall im Zusammenhang mit dem Karrieredienst CareerConnect offengelegt. Hacker verschafften sich Zugriff auf die Plattform und kompromittierten Namen, E-Mail-Adressen und verschlüsselte Passwörter. Betroffen sind Konten von Alumni, Forschungsmitarbeitern und Arbeitgebern; Studierende sind laut Universität nicht betroffen, da sie sich per Single Sign-On anmelden.
Google Cloud hat Berichten zufolge eine Entlassungsrunde eingeleitet, die den Sicherheitsbereich betrifft. Genannt werden dabei speziell Beschäftigte aus dem Mandiant-Team und der Google Threat Intelligence Group. Google hat die genaue Zahl der betroffenen Mitarbeiter nicht bestätigt und auf eine Anfrage von SecurityWeek nicht reagiert.
Microsoft hat ein neues Handbuch für Praktiker veröffentlicht, das die Untersuchung von Sicherheitsvorfällen mit Microsoft 365 Copilot und Azure AI Services beschreibt. Das Dokument soll Sicherheitsteams strukturierte Methoden an die Hand geben, um potenziell bösartige Aktivitäten in diesen Umgebungen nachzuverfolgen und zu analysieren. Ziel ist es, klassische Abläufe der Incident Response an die Telemetrie moderner KI-Plattformen anzupassen.
CISA hat die Schwachstelle CVE-2026-42271 in den KEV-Katalog aufgenommen. Dabei handelt es sich um eine kritische Command-Injection-Lücke im KI-Gateway BerriAI LiteLLM. Die Behörde begründet den Schritt mit Hinweisen auf aktive Ausnutzung; Details zu den Angriffen liegen dem Bericht zufolge bislang nicht vor.
In Südkorea hat die Personal Information Protection Commission gegen Coupang eine Rekordstrafe von 400 Millionen US-Dollar verhängt. Anlass sind weitreichende Sicherheitsmängel und Verstöße beim Umgang mit Daten, durch die personenbezogene Informationen von mehr als 30 Millionen Kunden offengelegt wurden. Die Untersuchung stellte gravierende Defizite bei Zugriffskontrollen und beim Management von Authentifizierungsschlüsseln fest. Coupang will gegen die Strafe vorgehen.
Nokia hat mit Deepfield Genome Shield eine automatisierte Sicherheitsplattform vorgestellt, die gegen große DDoS-Angriffe durch Residential-Proxy-Botnetze schützen soll. Nach Unternehmensangaben adressiert das System Bedrohungen aus schätzungsweise 200 Millionen kompromittierten Geräten, indem es Botnet-Kommunikation zur Steuerung und Kontrolle direkt am Netzwerkrand stört.
Der Bericht „2026 Global State of ICS/OT Exposure“ von Bitsight beziffert die Zahl internetseitig erreichbarer ICS-Systeme weiterhin auf rund 170.000 monatliche Expositionen. Trotz dieser stabilen Zahl wächst laut Bericht das Risikoprofil, weil moderne ICS neben alten Protokollen zunehmend auch untypische Protokolle wie SSH, HTTP und MQTT unterstützen. Das vergrößert die Angriffsfläche.
ENISA richtet die Übung Cyber Europe 2026 auf die Stärkung gemeinsamer Reaktionsfähigkeiten in der EU aus. Nach Darstellung der Agentur soll damit die kooperative Resilienz der Mitgliedstaaten gegen groß angelegte Cybervorfälle überprüft und verbessert werden.
Außerdem hat eine internationale Strafverfolgungskoalition mit Unterstützung von Europol und Eurojust den Kryptogeldwäsche-Dienst AudiA6 zerschlagen. Das Netzwerk soll zwischen 2022 und 2025 mehr als 388 Millionen US-Dollar für Ransomware-Akteure gewaschen haben. Die Behörden beschlagnahmten zudem die Web-Infrastruktur der Plattform und schalteten Dark2Web ab, ein Untergrundforum, das von denselben Betreibern verwaltet worden sein soll.
