Nach Angaben von BleepingComputer nimmt die Komplexität von E-Mail-Angriffen zu, weil Angreifer nicht mehr nur auf leicht erkennbare Täuschungen setzen. Stattdessen kommen KI-generierte Phishing-Kampagnen, vertrauenswürdige geschäftliche Identitäten und Authentifizierungsabläufe zum Einsatz, die sowohl für Anwender als auch für Sicherheitslösungen unauffällig wirken.
Das Webinar mit Dan Nickolaisen von Abnormal AI und Eric Danneker von Novant Health soll deshalb beleuchten, wie Phishing, Business Email Compromise (BEC) und Account Takeover (ATO) traditionelle E-Mail-Schutzmechanismen umgehen. Im Fokus steht dabei, wie verhaltensbasierte KI genutzt werden kann, um Erkennung, Untersuchung und Gegenmaßnahmen stärker zu automatisieren.
Der Ankündigung zufolge setzen viele Organisationen zwar bereits auf Secure Email Gateways, Multifaktor-Authentifizierung und Werkzeuge zur Überwachung von Zugangsdaten. Angreifer missbrauchen jedoch zunehmend legitime Authentifizierungsabläufe und kompromittierte Konten, um der Erkennung zu entgehen und dauerhaften Zugriff zu behalten.
Für Sicherheitsteams hat das operative Folgen: Sie müssen Warnmeldungen manuell priorisieren, verdächtige Aktivitäten untersuchen und Maßnahmen über mehrere Plattformen hinweg koordinieren. Laut Beschreibung führt das zu Alarmmüdigkeit und verlangsamt die Reaktionszeiten.
Abnormal AI setzt nach eigenen Angaben verhaltensbasierte KI ein, um anomale Aktivitäten bei eingehenden E-Mail-Bedrohungen und kompromittierten Konten zu erkennen. Das soll Organisationen dabei helfen, Reaktionen zu beschleunigen und den operativen Aufwand zu verringern.
Teilnehmer sollen in der Veranstaltung praktische Ansätze kennenlernen, um manuelle Untersuchungsarbeit zu reduzieren, die Genauigkeit der Erkennung zu verbessern und einen schnelleren, stärker automatisierten Ansatz für E-Mail-Sicherheit aufzubauen. Außerdem will das Webinar zeigen, wie Sicherheitsteams ungewöhnliche Verhaltensmuster erkennen, Untersuchungen automatisieren und Gegenmaßnahmen bei eingehenden E-Mail-Bedrohungen sowie kompromittierten Konten beschleunigen können.
BleepingComputer beschreibt die Veranstaltung damit als Auseinandersetzung mit einem Problem, das über das bloße Erkennen verdächtiger E-Mails hinausgeht. Viele Organisationen könnten solche Nachrichten zwar identifizieren, Angreifer verließen sich aber zunehmend auf Techniken, die klassische Erkennung und zugangsdatenbasierte Schutzmaßnahmen umgehen.
