Nach Angaben des FBI wurde die Untersuchung am 17. Februar eingeleitet, nachdem auf einem System im behördeneigenen Netzwerk ungewöhnliche Protokollinformationen registriert worden waren. Die Behörde versucht weiterhin, das Ausmaß und die Folgen des Vorfalls zu klären.
Die Grundlage der Berichterstattung bildet eine Mitteilung an Abgeordnete des Kongresses, die The Associated Press einsehen konnte. Darin heißt es, das betroffene System sei nicht als geheim klassifiziert, enthalte jedoch für die Strafverfolgung sensible Informationen. Konkret nennt die Mitteilung Rückläufe aus rechtlichen Verfahren – darunter Ergebnisse von Pen-Register- und Trap-and-Trace-Überwachungen – sowie personenbezogene Daten von Personen, gegen die das FBI ermittelt.
Ein Pen Register ist ein verbreitetes Überwachungsinstrument, mit dem Strafverfolgungsbehörden die von einem bestimmten Anschluss gewählten Telefonnummern protokollieren können.
In einer Stellungnahme bestätigte das FBI den Vorfall, machte aber keine weiteren Angaben. Man habe verdächtige Aktivitäten in den FBI-Netzwerken erkannt und behoben und alle technischen Möglichkeiten zur Reaktion ausgeschöpft, so die Behörde. Darüber hinaus gebe es nichts mitzuteilen.
Wer für den Vorfall verantwortlich ist, geht weder aus der Stellungnahme noch aus der Mitteilung hervor. Das FBI und andere US-Bundesbehörden sind allerdings seit Langem Ziel ausländischer Hacker, die sensible Operationen und Entscheidungsprozesse ausspähen wollen.
Zu den eingesetzten Methoden teilte das FBI mit, diese seien ausgefeilt gewesen. Unter anderem habe der Täter die Infrastruktur eines kommerziellen Internetdienstanbieters genutzt, um die Sicherheitsvorkehrungen des FBI-Netzwerks zu umgehen.
