Magnitude will nach eigenen Angaben das Risikomanagement für Drittanbieter mit autonomen KI-Agenten neu aufstellen. Das Unternehmen beschreibt seine Lösung als autonome KI-Belegschaft, die Lieferantenrisiken fortlaufend bewertet und zugleich KI-Agenten in Drittanbieter-Ökosystemen verwaltet.
Im Mittelpunkt stehen laut Magnitude KI-Risikoagenten, die Daten sammeln und validieren, um Risikobewertungen zu treffen und Probleme zu beheben. Mit der Zeit sollen sie ihre Schlussfolgerungen verbessern und so ein autonomes Verteidigungssystem bilden.
Wie das in der Praxis aussehen soll, beschreibt das Startup am Beispiel neu entdeckter Schwachstellen: Dann identifizieren die Agenten potenziell exponierte Anbieter, Produkte, Agenten und Abhängigkeiten. Anschließend ermitteln sie, welche Anbieter voraussichtlich reaktionsbereit sind, und priorisieren die nächsten Schritte für ein verbessertes Risikomanagement.
Magnitude spricht dabei nicht nur von Drittanbietern, sondern ausdrücklich auch von „Nth-Party“-Risiken, also weitergelagerten externen Abhängigkeiten. Die KI-Agenten sollen als koordinierte Belegschaft arbeiten, solche Ökosysteme absichern, eigenständig Entscheidungen mit hoher Sicherheit erzeugen und Maßnahmen zur Behebung anstoßen. Zudem sollen sie Unternehmen helfen, ihre Risikoposition besser zu verstehen.
Nach Darstellung des Unternehmens wird ein schnellerer und skalierbarer Ansatz nötig, weil sich Produkte, KI-Agenten, nachgelagerte Abhängigkeiten und Anbieter in der von Magnitude so bezeichneten Mythos-Ära rasant weiterentwickeln. Die Lösung solle Organisationen außerdem dabei unterstützen, KI schneller einzuführen und dennoch mit Risiken in derselben Geschwindigkeit umzugehen, in der KI-gestützte Angriffe auf die Lieferkette stattfinden.
Magnitude-CEO und Gründer Rami Habal begründet das mit einem grundlegenden Wandel der Rahmenbedingungen. „Das heutige Modell für Drittparteien-Risiken wurde für eine andere Ära gebaut. Moderne Organisationen sind auf eng verflochtene Ökosysteme aus Anbietern, Produkten und KI-Agenten angewiesen. Dadurch entstehen externe Abhängigkeiten, die traditionelle Governance- und Drittparteien-Risikoprogramme nie dafür ausgelegt waren, fortlaufend zu steuern“, sagte Habal.
Er bezeichnet Magnitude daher als „ein neues autonomes Governance- und Verteidigungssystem für das Management von Dritt- und Nth-Party-Risiken, bei dem Bewertung, Überwachung, Korrelation und Behebung über alle externen Abhängigkeiten hinweg kontinuierlich arbeiten und damit belastbare Entscheidungen im großen Maßstab ermöglichen“.
Mit dem frischen Kapital aus der Seed-Runde unter Führung von Ballistic Ventures tritt das Unternehmen nun offiziell an die Öffentlichkeit. Weitere Investoren oder eine Bewertung nennt der vorliegende Bericht nicht.
