Ent positioniert seine Plattform als Antwort auf Schwächen klassischer Endpoint Detection and Response, kurz EDR. Nach Darstellung des Unternehmens protokollieren und beantworten herkömmliche Werkzeuge bösartige Ereignisse meist erst dann, wenn sie bereits stattgefunden haben.

Laut Ent ähneln moderne Risiken in Unternehmen häufig legitimen Arbeitsabläufen. Das gelte insbesondere in einer Umgebung, in der autonome KI-Agenten zunehmend automatisierte Workflows in Unternehmensumgebungen ausführen.

Um solchen Risiken zu begegnen, setzt Ent einen leichtgewichtigen Software-Agenten ein, der KI-gestützte Schlussfolgerungen in Echtzeit direkt auf das Endpoint-Gerät bringt. Die Technik bewertet fortlaufend die Verhaltensmuster menschlicher Nutzer und von Agenten genau im Moment der Ausführung.

Auf dieser Basis soll die Plattform kundenspezifische Unternehmensrichtlinien durchsetzen und automatisierte Eingriffe auslösen, bevor es zu einem Vorfall kommt. Ent will damit bestehende Sicherheitswerkzeuge der Kunden ergänzen, darunter EDR-, SIEM-, SOAR- und IAM-Lösungen.

Firmenchef Elias Manousos erklärte, Sicherheit stecke seit mehr als einem Jahrzehnt in einem reaktiven Kreislauf fest, während KI-gestützte Angriffe ein neues Denken erforderten. KI verändere sowohl die Arbeitsweise von Menschen als auch die Geschwindigkeit, mit der Angreifer handeln könnten. Was früher Tage gedauert habe, geschehe heute in Sekunden. Bis traditionelle Sicherheitssysteme ein Problem erkannten, sei es zu spät. Die Zukunft der Sicherheit liege aus Sicht von Ent darin, Absichten in Echtzeit über Menschen und KI-Agenten hinweg zu verstehen und Risiken zu stoppen, bevor daraus ein Vorfall werde.

Die Finanzierung wurde von Decibel angeführt. Weitere Investoren sind Sequoia, Crosspoint Capital, Craft Ventures, Shield Capital, Felicis und In-Q-Tel. Das Geld soll laut Unternehmen in den Ausbau der Entwicklung und der Marktbearbeitung fließen sowie die Weiterentwicklung der Ent-Technologie beschleunigen.