Nach Angaben von Microsoft betrifft das Problem bestimmte Drittanbieter-Anwendungen, die OLE-Automatisierung nutzen, um mit Microsoft Office zu arbeiten. In aktualisierten Hinweisen schreibt das Unternehmen, einige dieser Programme könnten nach Installation der betroffenen Windows-Updates keine Office-Anwendungen mehr starten und auch keine Dokumente mehr öffnen.

Zu den betroffenen Office-Komponenten zählen laut Microsoft Word, Excel, PowerPoint und Access sowie weitere Anwendungen der Suite. Der Fehler zeigt sich dabei nicht zwingend mit einer sichtbaren Meldung: In einigen Fällen öffnet sich die Anwendung oder das Dokument schlicht nicht.

Welche Fremdprogramme konkret betroffen sind, geht laut Nutzerberichten unter anderem aus Meldungen zu CCH Engagement, Zotero, Workpaper Manager sowie Dentalsoftware wie Dentrix und Softdent hervor. Microsoft selbst spricht allgemein von bestimmten Drittanbieter-Anwendungen.

Eine endgültige Lösung liegt noch nicht vor. Microsoft teilt mit, dass an einer Behebung gearbeitet werde und diese in ein künftiges Windows-Update einfließen solle. Weitere Informationen wolle das Unternehmen veröffentlichen, sobald sie verfügbar seien.

Bis dahin verweist Microsoft auf Behelfslösungen. Betroffene Anwender sollen Office-Anwendungen oder Dokumente direkt öffnen, anstatt sie aus den betroffenen Drittprogrammen heraus zu starten. Für Unternehmenskunden gibt es laut Microsoft zudem eine gesonderte Umgehungslösung, die sich organisationsweit anwenden lässt und über Microsoft Support for Business erhältlich ist.

Der Hersteller verweist in diesem Zusammenhang auch auf weitere in den vergangenen Monaten bearbeitete bekannte Probleme. Dazu gehörte ein Fehler in Office for the web, durch den sich Excel- und PowerPoint-Dateien nicht öffnen ließen, ebenso wie ein Problem, das Windows-365-Nutzer am Herunterladen und Installieren der Office-Suite hinderte. Zuletzt behob Microsoft außerdem einen bekannten Fehler, durch den seit Mai 2025 veröffentlichte Windows-Updates bei der Installation über den Windows Update Standalone Installer (WUSA) scheitern konnten, sowie einen Bug, der Geräte mit Windows Server 2025 nach dem Sicherheitsupdate vom April 2026 in die BitLocker-Wiederherstellung starten ließ.