Der Fehler betrifft den Löschdialog des Papierkorbs und nicht die Anzeige der Datei im Papierkorb selbst. Microsoft beschreibt das Problem so: Wird ein einzelnes Element dauerhaft aus dem Papierkorb gelöscht, zeigt das Bestätigungsfenster den internen Dateinamen des Papierkorbs statt des ursprünglichen Dateinamens an. Als Beispiel nennt das Unternehmen Namen nach dem Muster „$Rxxxxx.ext“.

Nach Angaben von Microsoft bleibt die eigentliche Funktion des Papierkorbs davon unberührt. Im Papierkorb selbst wird weiterhin der originale Dateiname angezeigt. Auch eine Wiederherstellung der Datei erfolgt mit dem ursprünglichen Namen.

Wie weit das Problem verbreitet ist, hat Microsoft nicht beziffert. Das Unternehmen sagt jedoch, dass alle unterstützten Windows-Versionen auf Client- und Server-Systemen betroffen sind, wenn die Sicherheitsupdates vom Juni 2026 installiert wurden.

Eine allgemeine Fehlerbehebung steht noch nicht bereit. Microsoft zufolge arbeitet das Entwicklungsteam an einem Fix, der betroffene Systeme mit einem künftigen Windows-Update erreichen soll.

Für Unternehmen gibt es laut Microsoft bereits eine Zwischenlösung. Um diese in einer Organisation anzuwenden und das Problem abzumildern, sollen sich betroffene Kunden an den Business-Support des Unternehmens wenden.

Der bestätigte Fehler ist nicht das einzige bekannte Problem im Zusammenhang mit den Juni-2026-Updates. Bereits zu Beginn dieser Woche hatte Microsoft ein weiteres Problem bestätigt, durch das Drittanbieter-Anwendungen auf Windows-Systemen Word, Excel, PowerPoint, Access und andere Office-Programme nicht mehr starten können oder Dokumente nicht öffnen.

Außerdem hat Microsoft am Donnerstag nach eigenen Angaben ein weiteres bekanntes Problem behoben: Auf Windows Server 2016 scheiterten die Sicherheitsupdates vom Juni 2026 auf Systemen, auf denen das Sicherheitsupdate KB5087537 vom Mai nicht installiert war.