London Hydro hat am 20. Juni bekanntgegeben, dass Hacker in die Systeme des Unternehmens eingedrungen seien. Nach Angaben des Stromversorgers wurden dabei wahrscheinlich Kundendaten eingesehen. Das Unternehmen untersucht den Vorfall nach eigener Aussage gemeinsam mit den zuständigen Behörden.
Der Versorger beschreibt sich als lokales Verteilunternehmen für die Stadt London in Ontario. Nach eigenen Angaben betreut London Hydro etwa 170.000 Kunden aus den Bereichen Privathaushalte, Institutionen, Gewerbe und Industrie.
Zu den potenziell betroffenen personenbezogenen Daten zählen laut London Hydro Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern. Darüber hinaus könnten auch Kontoinformationen betroffen sein, darunter Konto- und Rechnungsnummern, Serviceadressen, Tarifpläne, Vertragsdaten sowie Zählernummern und Zählertypen.
Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass nach aktuellem Kenntnisstand keine Finanzdaten oder andere sensible Informationskategorien kompromittiert worden seien. Wörtlich erklärte London Hydro, der Vorfall habe keinen Zugriff auf Finanzinformationen oder andere sensible Daten wie Geburtsdatum, staatliche Identifikationsnummern, Zahlungskartendaten oder Bankinformationen umfasst.
In seiner Mitteilung warnt London Hydro Kunden vor verdächtigen Aktivitäten im Zusammenhang mit ihren Konten und persönlichen Informationen. Genannt werden dabei insbesondere Phishing-Nachrichten, E-Mails oder Telefonanrufe.
Offen ist weiterhin, wer für den Angriff verantwortlich ist. Dem Bericht zufolge hat bislang keine bekannte Cybercrime-Gruppe die Kompromittierung von London Hydro für sich beansprucht.
