Die Masche, die hinter den beschlagnahmten Geldern steht, folgt einem bekannten Muster. Die Täter nähern sich ihren Opfern über Dating- und Social-Media-Apps und bauen zunächst eine vorgetäuschte romantische Beziehung auf. Ziel ist es, die Betroffenen anschließend zu Einzahlungen in betrügerische Krypto-Anlageprodukte zu bewegen.
Durchgeführt werden diese Aktivitäten dem Justizministerium zufolge von Menschen, die selbst Opfer von Menschenhandel sind. Mit dem Versprechen gut bezahlter Jobs werden sie in Betrugszentren gelockt, die überwiegend in Südostasien betrieben werden. Dort nehmen die kriminellen Syndikate ihnen die Pässe ab und zwingen sie unter Androhung brutaler Konsequenzen dazu, online als charmante Fremde oder als vermeintliche Broker auf Investmentplattformen aufzutreten und Opfer zu betrügen.
Laut DoJ zeigten die gefälschten Plattformen erfundene Anlageportfolios mit ungewöhnlich hohen Renditen, um die Opfer zu noch höheren Einzahlungen zu verleiten. Der Schwindel fliegt erst auf, wenn die Nutzer ihr Geld abheben wollen: Dann wird eine zusätzliche Gebühr verlangt, um ihnen weitere Summen zu entlocken.
Sobald das Geld der Opfer in einer von den Betrügern kontrollierten Krypto-Wallet gelandet sei, hätten die Täter es rasch über zahlreiche weitere Wallets umgeleitet, um Art, Herkunft, Kontrolle und Eigentum des gestohlenen Geldes zu verschleiern, so die Behörde.
In einer abgestimmten Mitteilung erklärte Tether, bis heute Vermögenswerte im Umfang von rund 4,2 Milliarden Dollar mit Verbindung zu illegalen Aktivitäten eingefroren zu haben. Allein seit Juni 2025 entfielen davon knapp 250 Millionen Dollar auf Betrugsnetzwerke.
