Der Fehler mit den weißen Aufblitzern betrifft den Datei-Explorer in Windows 11. Laut Microsoft tritt das Problem auf, wenn der Explorer so konfiguriert ist, dass er mit der Ansicht “Dieser PC” startet: Beim Öffnen neuer Fenster oder Tabs sowie beim Verändern der Größe von Explorer-Elementen kommt es zu hellen weißen Aufblitzern. Im Dunkelmodus zeigte das Fenster kurzzeitig einen leeren weißen Bildschirm, bevor Dateien und Ordner erschienen.
Microsoft hatte den Fehler nach eigenen Angaben bereits bestätigt und ihn dem optionalen, nicht sicherheitsrelevanten Update KB5070311 zugeschrieben. Damals erklärte das Unternehmen, das Problem sei behoben – nun räumt es ein, dass weiterhin an einer vollständigen Lösung gearbeitet wird.
Die aktuelle Korrektur wird an alle Insider in den Kanälen Beta und Dev ausgeliefert, die die Vorabversionen Windows 11 Build 26220.7961 (KB5079382) beziehungsweise Windows 11 Build 26300.7965 (KB5079385) installieren.
Die neuen Vorabversionen bringen zudem weitere Verbesserungen für den Datei-Explorer: Beim Umbenennen von Dateien wird nun die Spracheingabe (Windows-Taste plus H) unterstützt. Außerdem wurde die Zuverlässigkeit beim Freigeben aus dem Internet heruntergeladener Dateien erhöht, damit sich diese im Explorer in der Vorschau anzeigen lassen.
Microsoft hatte zuvor begonnen, eine optionale Funktion zu testen, die den Datei-Explorer im Hintergrund vorlädt, um die Leistung zu steigern und Startzeiten zu verkürzen. Im selben Zeitraum bestätigte das Unternehmen einen kritischen Fehler, durch den der Datei-Explorer, das Windows-Startmenü und weitere zentrale Systemkomponenten beim Einrichten von Geräten mit Windows 11 24H2 und Windows 11 25H2 abstürzten – betroffen waren kumulative Updates, die seit Juli 2025 veröffentlicht wurden.
Wie Microsoft damals ausführte, schlugen Shell-Komponenten wie Explorer.exe, StartMenuExperienceHost und ShellHost.exe entweder unbemerkt fehl oder stürzten mit sichtbaren Fehlern ab. Betroffene Nutzer blieben mit nur teilweise funktionsfähigen Rechnern zurück, auf denen verschiedene Navigationswerkzeuge nicht angezeigt werden konnten.
An einer dauerhaften Lösung arbeitet Microsoft hier nach eigenen Angaben noch. Als vorübergehende Abhilfe stellt das Unternehmen PowerShell-Befehle gegen die Explorer-Abstürze bereit sowie ein Anmeldeskript für Unternehmensadministratoren, die nicht persistente Betriebssysteminstallationen verwalten.
