Nach Angaben des US-Justizministeriums bekannte sich Nathan Austad im Dezember 2025 schuldig. Nun wurde er zu 18 Monaten Gefängnis und drei Jahren beaufsichtigter Entlassung verurteilt. Zusätzlich ordnete das Gericht Zahlungen in Höhe von rund 1,8 Millionen US-Dollar an, bestehend aus Rückzahlung und Vermögenseinziehung.
Die Behörden führen Austad als dritten Angeklagten in dem Verfahren. Dem Justizministerium zufolge stahlen Austad und seine Komplizen rund 600.000 US-Dollar aus 1.600 DraftKings-Konten. Der Angriff selbst beruhte darauf, massenhaft Zugangsdaten auszuprobieren, die aus anderen Sicherheitsvorfällen stammten. Auf diese Weise wurden mehr als 60.000 Konten bei der Plattform kompromittiert.
Sobald Zugriff auf ein DraftKings-Konto bestand, gingen die Täter laut Beschreibung auf zwei Arten vor: Sie hoben vorhandene Gelder ab oder boten den Zugang zu den Konten auf Online-Marktplätzen zum Verkauf an. Austad richtete nach Angaben des Justizministeriums zudem eine Website ein, über die kompromittierte Konten verkauft wurden.
Ermittler identifizierten außerdem Austads Kryptowährungskonten. Auf diesen befanden sich laut den Behörden etwa 465.000 US-Dollar, darunter auch Gelder aus seinen kriminellen Aktivitäten.
Bereits zuvor waren zwei weitere Beteiligte verurteilt worden. Kamerin Stokes erhielt im April 2026 eine Haftstrafe von 30 Monaten. Joseph Garrison wurde Anfang 2024 zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt.
Die Behörden veröffentlichten auch Auszüge aus Nachrichten, die die drei Männer untereinander ausgetauscht hatten. Diese Kommunikation sollte nach Darstellung der Ermittler belegen, dass ihnen bewusst war, eine Straftat zu begehen. Jay Clayton, US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York, erklärte: „Die Angeklagten erkannten die bundesweite Untersuchung ihres Verhaltens an, während sie ihre Straftaten begingen, und hatten sogar die Anmaßung zu behaupten, das FBI könne nichts gegen sie unternehmen. Sie haben sich geirrt.“ Weiter sagte Clayton: „Austads heutige Gefängnisstrafe zeigt die Entschlossenheit des Justizministeriums, des FBI und all unserer bundesweiten Partner, unsere Online-Märkte zu schützen.“
