Bislang war Claude Cowork weitgehend an Claude Desktop unter macOS und Windows gebunden. Nun deuten auf X veröffentlichte Screenshots darauf hin, dass Anthropic eine eigenständige mobile Nutzung vorbereitet. Den Bildern zufolge sollen Nutzer Aufgaben „direkt vom Telefon aus starten und steuern“ können. Außerdem soll es möglich sein, „vom Telefon, im Browser oder in der Claude-Desktop-App nach dem Stand zu sehen“.
Besonders hervor hebt Anthropic in den gezeigten Hinweisen, dass die „Arbeit im Hintergrund weitergeht, selbst wenn man die App schließt“. Das passt zu der Ausrichtung von Cowork auf länger laufende Aufgaben. Der Modus ist darauf ausgelegt, nicht nur kurze Interaktionen abzuwickeln, sondern mit Dateien zu arbeiten, Dokumente zu erzeugen, Tabellen zu erstellen und Berichte zu schreiben, während der Nutzer den Fortschritt im Blick behält.
Der Quelltext beschreibt Cowork als Desktop-orientierten agentischen Modus für Claude, der einige der Fähigkeiten von Claude Code in den Bereich klassischer Wissensarbeit überträgt. Claude Code richtet sich dagegen speziell an Programmier- und Entwicklungsaufgaben. Cowork ist breiter angelegt und soll auch bei Aufgaben rund um Dokumentation, Bilder oder Dateiverwaltung helfen.
Als Beispiel wird ein Test genannt, bei dem beim Kompilieren einer React-Native-App auf lokalem Speicher der Platz ausging. Cowork untersuchte daraufhin die lokalen Ordner in der Partition und identifizierte Dateien, die einen Großteil des Speicherplatzes belegten und dem Nutzer womöglich nicht bewusst waren.
Aus den Screenshots lässt sich laut Quelltext auch ableiten, dass Anthropic die mobile App von Claude nicht in eine vollwertige Desktop-Anwendung verwandeln will. Stattdessen wirkt die geplante mobile Cowork-Version eher wie eine Fernbedienung für Cowork auf dem PC. Diese Interpretation deckt sich mit der bisherigen Beschreibung des Unternehmens: Anthropic erklärt, dass Cowork direkt auf dem Computer des Nutzers läuft und Claude Zugriff auf die Dateien erhält, die ausdrücklich freigegeben werden.
Damit würde das Smartphone vor allem zur Steuerung und Überwachung dienen, während die eigentliche Rechenarbeit weiterhin auf dem Computer stattfindet. Eine öffentliche Ankündigung einer vollständigen mobilen Cowork-Unterstützung hat Anthropic laut Quelltext bislang nicht gemacht. Die Screenshots legen aber nahe, dass die Funktion bereits innerhalb von Claude für Mobilgeräte vorbereitet wird.
