WhatsApp öffnet die Reservierung von Benutzernamen bereits vor dem eigentlichen Start der Funktion. Als Grund nennt das Unternehmen die Größe seiner Nutzerbasis: Mit mehr als drei Milliarden Nutzern sei mit zahlreichen Namensüberschneidungen zu rechnen. Reservieren lässt sich ein Benutzername in der aktuellen App-Version über Einstellungen > Konto > Benutzername.
Die Funktion soll Nutzern ermöglichen, auf WhatsApp erreichbar zu sein, ohne ihre Telefonnummer standardmäßig preiszugeben. Sobald die Einführung abgeschlossen ist und ein Benutzername aktiviert wurde, soll die Telefonnummer bei der Kontaktaufnahme für neue Kontakte und Unternehmen nicht mehr angezeigt werden.
WhatsApp betont dabei mehrere Schutzmechanismen. Es soll weder ein öffentliches Verzeichnis noch einen Algorithmus zur Empfehlung von Benutzernamen geben. Das bedeutet, dass jemand den exakten Benutzernamen kennen muss, um einen Kontakt herzustellen. Darüber hinaus bietet WhatsApp optional einen „Benutzernamensschlüssel“ an. Dieser ergänzt den Benutzernamen um eine weitere Hürde, weil vor dem Versenden von Nachrichten eine zusätzliche Zugangsinformation erforderlich wird.
Laut WhatsApp zielt die Neuerung auf typische Alltagssituationen, in denen Nutzer ihre Telefonnummer nicht weitergeben möchten. Genannt werden Treffen mit Fremden bei Veranstaltungen, die Teilnahme an Gruppenchats und berufliche Kontakte.
Für Creator, kleine Unternehmen und Organisationen gibt es eine weitere Besonderheit: Sie können ihre bereits verwendeten Benutzernamen von Instagram oder Facebook übernehmen, um ihre Online-Präsenz über mehrere Plattformen hinweg konsistent zu halten.
Die Einführung soll in den kommenden Monaten schrittweise erfolgen. Nutzer werden per Hinweis in der App informiert, sobald die Funktion in ihrer Region verfügbar ist.
Im Quelltext wird außerdem darauf verwiesen, dass der auf Datenschutz ausgerichtete Messenger Signal bereits seit 2024 eine Benutzernamen-Funktion anbietet, mit der Nutzer ihre Telefonnummer privat halten können.
