QIZ Security positioniert seine Plattform als Werkzeug für die unternehmensweite Steuerung von Kryptografie. Nach Angaben des Unternehmens ist die Lösung darauf ausgelegt, kryptografische Bestände kontinuierlich zu erkennen und sichtbar zu machen, wie diese mit Anwendungen und geschäftlichen Systemen verknüpft sind. Im Fokus stehen dabei Schwachstellen wie veraltete Protokolle, schwache Cipher Suites und fehlende Verschlüsselung bei Daten in Bewegung und im Ruhezustand.
Über die reine Bestandsaufnahme hinaus bewertet das System erkannte Schwächen nach Schweregrad und geschäftlichen Auswirkungen. Anschließend erstellt es einen priorisierten Plan für Gegenmaßnahmen. QIZ setzt dabei auf API-basierte Integrationen statt auf Agenten oder Netzwerksonden. Laut Unternehmen soll dieser Ansatz die Zusammenarbeit zwischen CISOs, Compliance-Verantwortlichen und Anwendungsinhabern unterstützen.
Gegründet wurde QIZ Security von Ben Volkow, Lenny Ridel und Itan Barmes. Das Unternehmen beschreibt seine Plattform auch als Antwort auf Risiken, die durch Quantencomputing entstehen könnten. Ben Volkow, Mitgründer und CEO von QIZ Security, sagte, die Bereitschaft für Post-Quanten-Kryptografie werde „schnell zu einer Priorität für Unternehmensleitungen in Cybersicherheit und Geschäft“. Unternehmen könnten nicht migrieren, was sie nicht sehen, und kryptografische Risiken nicht mit einmaligen Bewertungen steuern. QIZ liefere Organisationen deshalb eine kontinuierliche Steuerungsebene, um Kryptografie zu verstehen, zu verwalten und zu modernisieren, bevor der „Q-Day“ eintrete.
Die nun bekanntgegebene Seed-Finanzierung in Höhe von 17 Millionen US-Dollar wurde von Bessemer Venture Partners und Merlin Ventures angeführt. Weitere Investoren in der Runde sind Evolution Equity Partners, Qbeat Ventures, Singtel Innov8 und Qino Cyber Capital. Das Geld soll nach Angaben von QIZ Security genutzt werden, um das Wachstum des Unternehmens zu beschleunigen und die Plattform weiterzuentwickeln.
Inhaltlich zielt das Angebot auf Organisationen mit verteilten Umgebungen aus lokalen Systemen, Cloud-Diensten und hybriden Architekturen. Dort soll die Plattform helfen, Kryptografie nicht nur punktuell zu prüfen, sondern fortlaufend zu überwachen und nach geschäftlicher Relevanz zu priorisieren. QIZ verbindet diese Bestands- und Steuerungsfunktionen ausdrücklich mit dem Thema Post-Quanten-Kryptografie-Management.
