Die neuen Updates lassen sich über Start > Einstellungen > Windows Update und die Funktion zur Update-Suche installieren. Microsoft stellt sie außerdem über den Microsoft Update Catalog für die manuelle Installation bereit. Es handelt sich um die siebte Patch-Tuesday-Veröffentlichung des Jahres 2026.
Für Windows 11 25H2 und 24H2 gilt dabei derselbe Stand. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass 25H2 auf 24H2 basiert und deshalb dieselben Korrekturen erhält. Spezielle Änderungen nur für eine der beiden Versionen gibt es laut Hersteller nicht.
Zu den sichtbaren Änderungen nach der Installation gehören mehrere Bluetooth-Verbesserungen. Microsoft spricht von höherer Zuverlässigkeit und besserer Leistung beim Verbinden und Verwenden von Bluetooth-Geräten. Konkret soll Windows den Stummschaltungsstatus des Mikrofons künftig zwischen Audiomixer und Hands-Free Profile synchron halten. Zudem nennt der Hersteller Kompatibilitätsanpassungen für bestimmte Audiogeräte: AirPods sollen im Kopplungsmodus schneller erscheinen, bei Beats Studio Pro soll das Mikrofon zuverlässiger arbeiten.
Auch die Verwaltung von Bluetooth-Geräten wurde überarbeitet. Windows soll keine Meldung „Entfernen fehlgeschlagen“ mehr anzeigen, wenn ein Bluetooth-Gerät entfernt werden soll, das Funkmodul aber nicht verfügbar ist oder sich seit der Kopplung geändert hat. Außerdem verbessert das Update laut Microsoft die Stabilität der Einstellungsseite für Bluetooth und Geräte sowie die Audio-Routing-Funktion für Anrufe über Phone Link.
Im Datei-Explorer führt Microsoft ebenfalls mehrere Änderungen an. Auf der Startseite erscheinen beim Überfahren einer Datei mit der Maus Schnellaktionen wie „Dateispeicherort öffnen“ und „Copilot fragen“. Diese Funktion wird nun auch für Arbeits- und Schulkonten auf Basis von Entra ID unterstützt. Darüber hinaus soll der Start des Datei-Explorers schneller werden, das Einbinden von Datenträgerabbildern reaktionsfreudiger ablaufen und die Adressleiste besser mit Pfaden umgehen können, die doppelte Backslashes oder Anführungszeichen enthalten.
Weitere Explorer-Korrekturen betreffen die Vorschlagsliste der Adressleiste, die nach der Auswahl eines Eintrags nun zuverlässig geschlossen werden soll. Außerdem behebt das Update laut Microsoft ein Problem auf der Explorer-Startseite, bei dem OneDrive-Dateien im Favoritenbereich doppelt erscheinen konnten. Hinzu kommen mehrere Verfeinerungen beim Umbenennen von Dateien.
Bei den Eingabehilfen und der Spracheingabe baut Microsoft ebenfalls aus. Voice Access und die Spracheingabe unterstützen nun Französisch, Deutsch und Spanisch. Während des Diktierens soll der PC Texte in Echtzeit verbessern, Grammatik-, Satzzeichen- und Erkennungsfehler korrigieren und die Verständlichkeit auch bei Hintergrundgeräuschen erhöhen.
Daneben nennt Microsoft Verbesserungen beim integrierten HD-Audio-Treiber, bei der Zuverlässigkeit des Startmenüs in einer bestimmten Taskleisten-Konfiguration, bei der Nutzung von WSL im gespiegelten Netzwerkmodus mit VPNs sowie bei suchbezogenen Gruppenrichtlinien. Im Druckbereich werden neue Druckerinstallationen standardmäßig über das Internet Printing Protocol eingerichtet, wenn das unterstützt wird. Bei den Standortdiensten werden bestimmte Optionen ausgegraut, solange die Standortdienste deaktiviert sind.
Nach Angaben von Microsoft sind für diesen Patch Tuesday keine neuen Probleme bekannt. Das Unternehmen beschreibt die Veröffentlichung als eher kleiner als frühere Runden. Größere Änderungen wie eine verschiebbare Taskleiste oder eine aufgeräumtere Windows-Suche würden zwar getestet, sind in den jetzt ausgelieferten Updates aber noch nicht enthalten.
