Nach Microsoft-Angaben betrifft das bekannte Problem nur Dell-Systeme, auf denen das am Dienstag veröffentlichte kumulative Update KB5101650 für Windows 11 25H2 und 24H2 installiert werden sollte. Der Hersteller blockiert die Auslieferung inzwischen gezielt für betroffene Geräte.

Auslöser ist laut Microsoft allerdings nicht KB5101650 selbst, sondern eine zuvor eingeführte Änderung im Windows-Vorschau-Update KB5095093. Das Unternehmen erklärt, dass diese Änderung einen Inkompatibilitätskonflikt zwischen der neuen Windows-USB-C-Connection-Manager-Schnittstelle und dem Treiber Intel Innovation Platform Framework Processor Participant verursacht.

Dell hatte das Problem laut Microsoft während Tests gemeldet. In der Beschreibung des Vorfalls verweist Microsoft darauf, dass im Geräte-Manager ein gelbes Ausrufezeichen neben dem betreffenden Treiber angezeigt werden kann. Als mögliche Folgen nennt der Konzern unerwartete Abschaltungen, schwache Systemleistung, erhöhte Wärmeentwicklung und stärkeren Akkuverbrauch.

Beim Intel-IPF-Processor-Participant-Treiber handelt es sich nach Microsofts Darstellung um einen zentralen Hardware-Treiber auf Systemebene. Er steuert Energieverbrauch und Thermik des Systems, indem er Kühlung, Stromaufnahme und thermische Leistung des Prozessors anpasst.

Microsoft arbeitet nach eigenen Angaben gemeinsam mit Dell an einer Lösung. In einem Update des Windows-Release-Health-Dashboards teilte das Unternehmen mit, dass in den kommenden Tagen eine Behebung für betroffene Geräte geplant sei. Bis dahin wird KB5101650 auf diesen Systemen nicht angeboten.

In den vergangenen Wochen hat Microsoft zudem weitere bekannte Windows-Probleme behoben. Dazu gehörte ein Fehler, durch den die Schaltflächen für Copilot Chat oder Copilot in Classic Outlook für Windows bei Nutzern mit der Lizenz Copilot Chat (Basic) verschwanden.

Außerdem korrigierte Microsoft in diesem Monat die GIF-Funktion im Emoji-Bedienfeld von Windows 11. Hintergrund war, dass Googles Tenor-GIF-Suchdienst seine Programmierschnittstelle eingestellt und den Dienst abgeschaltet hatte.

Weitere zuletzt von Microsoft bestätigte oder behobene Windows-Probleme betrafen den Ausfall von Backup-Software nach dem Windows-11-Update KB5083769 vom April, Installationsfehler bei den jüngsten monatlichen Updates, Probleme mit dem Sicherheitsupdate KB5089549 sowie Patch-Probleme in eingeschränkten Windows-Netzwerken.