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FBI warnt: Cyberkriminelle geben sich als Behördenvertreter aus und erpressen Genehmigungsgebühren

FBI warnt: Cyberkriminelle geben sich als Behördenvertreter aus und erpressen Genehmigungsgebühren
Zusammenfassung

Cyberkriminelle geben sich in Phishing-Kampagnen als Stadt- und Behördenbeamte aus und fordern betrügerische Zahlungen für Landnutzungsgenehmigungen. Die Betrüger nutzen öffentlich verfügbare Permit-Informationen, um authentisch wirkende E-Mails mit detaillierten Angaben wie Adressen und Beamtennamen zu erstellen. Das FBI warnt Bürger und Unternehmen, E-Mail-Adressen zu verifizieren und die Behörden direkt anzurufen, bevor sie Zahlungen leisten.

Das Federal Bureau of Investigation (FBI) macht auf eine weit verbreitete Betrugskampagne aufmerksam, die Bürger und Unternehmen in den USA ins Visier nimmt. Cyberkriminelle geben sich dabei als Vertreter von Stadt- und Bezirksverwaltungen aus und fordern Zahlungen für Genehmigungen ein, die es gar nicht gibt.

Besonders perfide ist die Arbeitsweise der Betrüger: Sie richten ihre Angriffe gezielt gegen Personen und Firmen mit laufenden Genehmigungsanträgen. Die Phishing-E-Mails enthalten dabei häufig überraschend genaue Informationen wie Grundstücksadressen, Aktennummern und die echten Namen von Behördenmitarbeitern. Diese Daten stammen aus öffentlich zugänglichen Dokumenten.

Um ihre Betrügereien glaubwürdig wirken zu lassen, nutzen die Kriminellen Stadtlogos, professionelle Formulierungen und detaillierte Diskussionen über Genehmigungsverfahren, Planungsabläufe und behördliche Vorschriften. Viele E-Mails erzeugen zusätzlichen Druck durch zeitliche Drohungen und Zahlungsaufforderungen.

Ein kritisches Warnsignal: Das FBI hat beobachtet, dass viele dieser gefälschten E-Mails vom Absender “@usa.com” stammen, statt von den echten “.gov”-Adressen der Behörden. Die Betrüger fordern Zahlungen per Banküberweisung oder Kryptowährungen.

Das FBI empfiehlt Bürgern und Unternehmen, E-Mail-Adressen kritisch zu überprüfen, bevor sie antworten. Im Zweifelsfall sollten sie direkt bei ihrer Stadt oder dem Bezirk anrufen, um mögliche Gebührenforderungen zu verifizieren.

Diese Betrügereien sind Teil eines wachsenden Problems: 2024 stahlen Cyberkriminelle mehr als 12 Milliarden Dollar von Amerikanern. Die US-Regierung kündigte daraufhin mehrere Maßnahmen an, um kriminelle Organisationen zu zerschlagen und gestohlenes Geld an die Opfer zurückzuführen.

Hinzu kommt ein neuer Trend: Kriminelle nutzen zunehmend KI-Tools, um auch Betrüger ohne Englischkenntnisse dabei zu unterstützen, überzeugend klingende und grammatikalisch korrekte Phishing-E-Mails zu verfassen.