Nach Angaben des FBI sind viele der betrügerischen E-Mails auf städtischem Briefkopf gestaltet und in professioneller Sprache verfasst, sodass sie echten Bauunterlagen ähneln. Mehrere der Nachrichten enthielten ausführliche Erläuterungen zu Prüfverfahren, zu den Abläufen von Planungskommissionen, zu regulatorischen Vorgaben und zu einschlägigen Verordnungen.
Viele der E-Mails forderten die Empfänger auf, online zu zahlen, und setzten sie mit Drohungen gezielt unter Zeitdruck. Das FBI empfiehlt, im Zweifel stets die offizielle Website des zuständigen Bezirks oder der Stadt aufzurufen und die dort angegebenen Telefonnummern anzurufen, um mögliche Gebührenforderungen zu überprüfen. Ebenso sollten Absenderadressen vor jeder Interaktion kontrolliert werden.
Die Masche reiht sich in eine Serie aktueller Betrugsformen ein, mit denen Kriminelle Geld von Opfern in den USA erbeuten. Laut FBI entwendeten Cyberkriminelle im Jahr 2024 mehr als zwölf Milliarden US-Dollar von US-Bürgern. In den vergangenen Wochen kündigten die USA daraufhin mehrere Maßnahmen an, die nicht nur die dahinterstehenden kriminellen Organisationen zerschlagen, sondern auch erbeutete Gelder zurückholen und an die Geschädigten zurückführen sollen.
KI-Unternehmen haben zudem davor gewarnt, dass Kriminelle ihre Werkzeuge nutzen, um auch nicht englischsprachigen Betrügern das Verfassen überzeugender und glaubwürdig klingender Phishing-E-Mails zu erleichtern.
