Risk Ledger hat eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen und dabei 24 Millionen Pfund erhalten. Das entspricht laut der Meldung rund 32,3 Millionen US-Dollar. Insgesamt hat das britische Unternehmen damit 33,8 Millionen Pfund, also etwa 45 Millionen US-Dollar, aufgenommen.
Angeführt wurde die Series-B-Runde von Axiom Equity. Zudem beteiligte sich der bereits bestehende Investor Mercia Ventures an der Finanzierung.
Das 2018 gegründete Unternehmen aus London positioniert sich im Bereich Lieferkettensicherheit. Risk Ledger hat dafür nach eigenen Angaben eine netzwerkorientierte Plattform aufgebaut, die moderne Cyberrisiken in Lieferketten adressieren soll, indem sie Organisationen und Lieferanten für schnellere und umfassendere Bewertungen miteinander verbindet.
Konkret ermöglicht die Plattform angeschlossenen Organisationen den Blick auf Lieferantenprofile. Diese entstehen, nachdem jeder Lieferant eine standardisierte Bewertung abgeschlossen hat und diese in Echtzeit pflegt. Risk Ledger beschreibt diesen Ansatz als einen Schritt weg vom klassischen Management von Drittparteirisiken hin zu „aktiver Lieferkettensicherheit“, bei der sich Organisationen gemeinsam gegen systemische Risiken verteidigen können.
Nach Unternehmensangaben sind inzwischen mehr als 16.000 Organisationen Teil des Netzwerks. Genannt werden dabei Teilnehmer aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, kritische nationale Infrastruktur, Regierung und Versicherungen.
Das neue Kapital soll nach Angaben von Risk Ledger in mehrere Vorhaben fließen. Geplant ist, weitere Organisationen in das Netzwerk zu holen, die gemeinsam genutzten Informationen auszubauen und zusätzliche KI-Werkzeuge zu entwickeln, die Prüfungen automatisieren und Risikosignale sichtbar machen sollen. Außerdem will das Unternehmen mit der Finanzierung in die USA expandieren.
Jonathan Organ, Gründungspartner von Axiom Equity, begründete das Investment mit dem Netzwerkansatz des Unternehmens. Risk Ledger schaffe „eine eigene Kategorie, statt in einer alten zu konkurrieren“. Das aufgebaute Netzwerk sei schwer zu kopieren und werde mit jeder weiteren beitretenden Organisation wertvoller. Außerdem habe sich das Team „echtes Vertrauen bei anspruchsvollen Kunden erarbeitet“, und das Produkt spiegele diese Disziplin wider, sagte Organ.
Die Meldung beschreibt damit vor allem die Wachstumspläne eines Anbieters, der Sicherheitsbewertungen in Lieferketten als gemeinschaftlichen Prozess organisiert. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau des bestehenden Netzwerks, zusätzliche KI-Funktionen und die Expansion in den US-Markt.
